Hauptstadt: Windhoek
Fläche: 825.418 km²
Bevölkerungszahl: 2 Millionen (Schätzung Juli 2005)
Bevölkerungsgruppen: afrikanischer Abstammung;(Kavango, Damara, Herero und Ovambo), Europäer, Nachkommen afrikanischer und europäischer Eltern
Amtssprache(n): Englisch
Religion(en): Christen
Währung: 1 Namibia-Dollar = 100 Cent / 1 südafrikanischer Rand = 100 Cent
SOS-Kinderdorf-Aktivitäten im Land
In den siebziger und achtziger Jahren wurde Namibia zum 'sicheren Hafen' für Kriegsflüchtlinge und -opfer aus dem benachbarten Angola. Diese Entwicklung brachte eine steigende Zahl an verwaisten und verwahrlosten Kindern mit sich, und auf Bitten des "Rotary Club of Windhoek" beschloss SOS-Kinderdorf International 1982, auch in Namibia tätig zu werden.
Der lokale Verein "SOS Children's Village Association of Namibia" wurde im April 1984 gegründet, und im selben Jahr noch konnte mit dem Bau des ersten SOS-Kinderdorfes in Khomasdal, einem traditionell von Farbigen bewohnten Vorort der Hauptstadt Windhoek, begonnen werden. Im Dezember 1991 wurde ein offizielles Regierungsabkommen zwischen der Republik Namibia und SOS-Kinderdorf unterzeichnet. Im Laufe der Jahre entstanden weitere SOS-Kinderdorf Einrichtungen in Windhoek und in der Stadt Tsumeb, im Norden des Landes.
Seit 1995 besteht eine Kooperation zwischen SOS-Kinderdorf und der "Helmut Bleks Stiftung". Interessierten SOS-Jugendlichen aus dem Südlichen Afrika wird die Möglichkeit geboten, im "Baumgartsbrunn Training Centre" eine zweijährige Berufsausbildung im Hotel- und Gastgewerbe zu absolvieren.
Als Antwort auf die im Südlichen Afrika grassierende HIV/Aids-Pandemie und die dadurch ständig steigende Zahl von Waisenkindern rief SOS-Namibia im Jahr 2004 Familienstärkungsprogramme ins Leben. Ziel dieser Programme ist es, Kindern, die Gefahr laufen, von ihrer Herkunftsfamilie getrennt zu werden, den Verbleib in ihrer Familie zu sichern. Um dies zu erreichen, arbeitet SOS-Kinderdorf direkt mit den Familien und den jeweiligen Gemeinden und stärkt sie in ihren Kapazitäten, die Kinder bestmöglich zu betreuen und zu schützen. Organisiert wird diese Präventivarbeit gemeinsam mit lokalen Behörden und anderen Sozialpartnern.
Zurzeit gibt es in Namibia drei SOS-Kinderdörfer, zwei SOS-Jugendeinrichtungen, drei SOS-Kindergärten, eine SOS-Hermann-Gmeiner-Schule und drei SOS-Sozialzentren (Familienstärkungsprogramme).