SOS-Kinderdorf-Aktivitäten im Land
Bereits in den 90er-Jahren bekundeten verschiedene humanitäre ukrainische Organisationen Interesse an der Errichtung eines SOS-Kinderdorfes. Dank Elisabeth Hölzl, Projektleiterin des Hilfsprojekts „München hilft Kiew“, und Swetlana Lewkowska, Geschäftsführerin des Samariter-Bundes der Ukraine, Kreisverband Kiew, wurde die Idee, das familienpädagogische Betreuungsmodell von SOS-Kinderdorf auch in der Ukraine zu verwirklichen, seitens der zuständigen Kiewer Stadtregierung wohlwollend aufgenommen und die Errichtung eines SOS-Kinderdorfes als eine der wichtigsten Maßnahmen im Sozialplan der Stadt für 2001-2005 festgehalten.
Im Jahre 2003 richtete SOS-Kinderdorf International ein Repräsentationsbüro in Kiew ein. Im gleichen Jahr startete SOS-Kinderdorf in der Ukraine Familienförderprogramme. Ziel dieser Programme ist es, Kindern, die Gefahr laufen, von ihrer Herkunftsfamilie getrennt zu werden, den Verbleib in ihrer Familie zu sichern. Um dies zu erreichen, arbeitet SOS-Kinderdorf direkt mit den Familien und den jeweiligen Gemeinden und stärkt sie in ihren Kapazitäten, die Kinder bestmöglich zu betreuen und zu schützen. Organisiert wird diese Präventivarbeit gemeinsam mit lokalen Behörden und anderen Sozialpartnern. Ein weiteres Programm, das sich die qualitative Verbesserung des Angebots von öffentlichen Schulen und Kindergärten zum Ziel gesetzt hat, begann im Januar 2009 erstmals in Brovary. Es bietet Lehrern und Erziehern Fortbildungsmaßnahmen und unterstützt Kinder mit einem bedarfsorientierten, individuellen Förderangebot. Das erste SOS-Kinderdorf in der Ukraine befindet sich in der Grenzstadt Brovary, ca. 20 Kilometer vom Kiewer Stadtzentrum entfernt, und ist seit Dezember 2009 von SOS-Familien bewohnt.
Zurzeit gibt es in der Ukraine ein SOS-Kinderdorf und drei SOS-Sozialzentren.
Website von SOS-Kinderdorf Ukraine
(verfügbar auf Ukrainisch und Englisch)