Hauptstadt: Hanoi
Fläche: 329.560 km²
Bevölkerungszahl: 83,5 Millionen (Stand vom Juli 2005)
Bevölkerungsgruppen: Annamesen,Chinesen
Amtssprache(n): Kinh
Religion(en): Buddhismus, Konfuzianismus, Taoismus, chinesische Religionen und Christentum
Währung: Dong
SOS-Kinderdorf-Aktivitäten im Land
Unter der Leitung von Helmut Kutin, dem damaligen Repräsentanten von SOS-Kinderdorf International in Südostasien, begann 1967 die SOS-Kinderdorf-Arbeit in Vietnam als einem der ersten Länder außerhalb Europas. 1969 besiedelten die ersten Kinder ihre Kinderdörfer in Go Vap und Da Lat. Diese SOS-Kinderdörfer wurden nach Beendigung des Vietnamkrieges 1976 von der neuen Regierung geschlossen.
SOS-Kinderdorf International bemühte sich in jahrelangen Verhandlungen, die Wiedereröffnung zu erreichen und die dringend benötigte SOS-Kinderdorf-Arbeit fortzusetzen. 1987 gelang es schließlich, die Verhandlungen zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen, und die Einrichtungen wurden wieder ihrem ursprünglichen Zweck zugeführt. Im November 1989 konnten die ersten Kinder zusammen mit ihren SOS-Kinderdorf-Müttern wieder in die Dörfer Go Vap und Da Lat einziehen. Im selben Jahr erfolgte auch die Fertigstellung des neuen SOS-Kinderdorfes von Mai Dich/Hanoi.
Der Mangel an geeigneten Unterbringungsmöglichkeiten für die hohe Anzahl von verwaisten und verlassenen Kindern führte im Laufe der Jahre zur Errichtung zahlreicher weiterer SOS-Kinderdorf-Einrichtungen. Den Kinderdörfern sind Kindergärten und SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen angeschlossen, die auch Kindern und Jugendlichen aus der Umgebung offen stehen und den SOS-Kindern eine gute schulische Ausbildung gewährleisten. Die den Kinderdörfern entwachsenen SOS-Jugendlichen werden in den SOS-Jugendeinrichtungen untergebracht, wo sie Selbständigkeit erlernen und bei ihrer Arbeitssuche unterstützt werden. Das SOS-medizinische Zentrum in Da Lat bietet der benachbarten Bevölkerung seit 1976 medizinische Hilfe und Ernährungsberatung an.
2005 startete SOS-Kinderdorf Familienförderprogramme. Ziel dieser Programme ist es, Kindern, die Gefahr laufen, von ihrer Herkunftsfamilie getrennt zu werden, den Verbleib in ihrer Familie zu sichern. Um dies zu erreichen, arbeitet SOS-Kinderdorf direkt mit den Familien und den jeweiligen Gemeinden und stärkt sie in ihren Kapazitäten, die Kinder bestmöglich zu betreuen und zu schützen. Organisiert wird diese Präventivarbeit gemeinsam mit lokalen Behörden und anderen Sozialpartnern.
Zur Zeit gibt es in Vietnam dreizehn SOS-Kinderdörfer sowie ein SOS-Kinderdorf in Bau, zehn SOS-Jugendeinrichtungen, elf SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen, zwölf SOS-Kindergärten, drei SOS-Berufsbildungszentren, ein SOS-Medizinisches-Zentrum und vier SOS-Sozialzentren (Familienstärkungsprogramme).
Website von SOS-Kinderdorf Vietnam
(verfügbar auf Vietnamesisch und Englisch)