Die historische Stadt Samarkand ist Treffpunkt und Schmelztiegel vieler verschiedener Kulturen. Sie liegt nahe des Zerafshan Flusses und wird von den Ausläufern der Pamir-Altai Berge flankiert. Samarkand wurde bereits im siebenten Jahrhundert vor Christus gegründet. Als eine der bedeutendsten Handelsstädte an der "Seidenstraße", einer Handelsroute zwischen Asien und Europa, blühte Samarkand auf und stieg in seiner langen Geschichte immer wieder zu der größten und wichtigsten Stadt Zentralasiens auf. Im Jahr 2001 erklärte die UNESCO Samarkand zum Weltkulturerbe. Vor einigen Jahren äußerte der Bürgermeister Samarkands sein Interesse an der Errichtung eines SOS-Kinderdorfes in seiner Stadt und bot verschiedene Grundstücke zur Wahl an. Man entschied sich für ein gut erschlossenes Gelände in unmittelbarer Nachbarschaft eines Wohngebiets. Schulen, Kindergärten, Geschäfte und ein Krankenhaus sind problemlos erreichbar.
Das SOS-Kinderdorf Samarkand besteht aus vierzehn Familienhäusern, einer Mehrzweckhalle, einem Verwaltungs- und Servicebereich, einer Werkstatt sowie Häusern für den Dorfleiter und die SOS-Tanten (unterstützen die SOS-Kinderdorf-Mütter und vertreten sie im Falle ihrer Abwesenheit). Bis zu 105 Kinder können in den vierzehn Familienhäusern ein neues Zuhause finden, in dem sie von ihren SOS-Kinderdorf-Müttern liebevoll betreut werden. Die fünf SOS-Familien, die bis zur baulichen Fertigstellung des SOS-Kinderdorfes zunächst in Mietwohnungen untergebracht waren, übersiedelten als erste in die neuen Familienhäuser.