SOS-Kinderdorf-Aktivitäten im Land
Im Jahr 1996 wurden erste Kontakte zwischen SOS-Kinderdorf International und der Regierung von Usbekistan hergestellt. In dem seit 1991 von der ehemaligen Sowjetunion unabhängigen Land herrschten katastrophale soziale und wirtschaftliche Zustände. Die vorhandenen Waisenhäuser verfielen zusehends. Deshalb fasste SOS-Kinderdorf International den Entschluss, die Idee von Hermann Gmeiner nach Usbekistan zu bringen und in der Hauptstadt Taschkent ein SOS-Kinderdorf zu errichten.
Im November 2000 konnten die ersten Mütter und Kinder in die Familienhäuser des SOS-Kinderdorfes Taschkent ziehen und der Betrieb des angeschlossenen SOS-Kindergartens aufgenommen werden. Nur kurze Zeit danach wurde das zweite SOS-Kinderdorf in Samarkand errichtet, da der Bedarf an Unterbringungsmöglichkeiten für Kinder nach wie vor groß ist. Im Frühjahr 2007 startete SOS-Kinderdorf Usbekistan Familienförderprogramme. Ziel dieser Programme ist es, Kindern, die Gefahr laufen, von ihrer Herkunftsfamilie getrennt zu werden, den Verbleib in ihrer Familie zu sichern. Um dies zu erreichen, arbeitet SOS-Kinderdorf Usbekistan direkt mit den Familien und den jeweiligen Gemeinden und stärkt sie in ihren Kapazitäten, die Kinder bestmöglich zu betreuen und zu schützen. Organisiert wird diese Präventivarbeit gemeinsam mit lokalen Behörden und anderen Sozialpartnern
Zurzeit gibt es in Usbekistan zwei SOS-Kinderdörfer, eine SOS-Jugendeinrichtung, einen SOS-Kindergarten sowie zwei Sozialzentren.