1987 wurde der Grundstein für das zweite thailändische SOS-Kinderdorf in der Stadt Hatyai gelegt. Das Grundstück, eine ehemalige Gummiplantage, liegt etwa 20 km vom Stadtzentrum und 30 km von der Landesgrenze entfernt an der Hauptstraße Richtung Malaysia. Hatyai ist die wichtigste Stadt im Süden des Landes. In der Region herrscht reger Grenzverkehr mit Malaysia. Die größte Universität des Südens liegt am Rande der Stadt.
Das SOS-Kinderdorf Hatyai besteht aus zwölf Familienhäusern, einem Gemeinschaftshaus und einer Werkstatt. Es verfügt über eine Krankenstation, wo die Bewohner des Dorfes behandelt werden.
Der SOS-Kindergarten steht auch Kindern aus der Nachbarschaft offen. In drei Gruppenräumen können bis zu 75 Kinder betreut werden. 1993 wurde eine SOS-Jugendeinrichtung in Songkhla eröffnet. Die Übersiedlung von Jugendlichen in eine Jugendeinrichtung geht meist mit dem Beginn einer Berufsausbildung oder dem Wechsel an eine höhere Schule einher. In dieser neuen Umgebung entwickeln die Jugendlichen, begleitet von qualifizierten Betreuern, realistische Zukunftsperspektiven, übernehmen mehr Verantwortung und treffen zunehmend eigene Entscheidungen. Gefördert werden Teamgeist und Kontakte zu Verwandten und Freunden, aber auch zu Behörden und möglichen Arbeitgebern. Die SOS-Jugendeinrichtung in Songkhla besteht aus drei Wohnungen für bis zu 20 Jugendliche.