Das SOS-Kinderdorf Bangkok wurde im Vorort Bangpoo errichtet und besteht aus zwölf Familienhäusern, einer Werkstatt und Mitarbeiterunterkünften. Die jüngeren Kinder besuchen den SOS-Kindergarten, der auch Kindern aus der Nachbarschaft offen steht. In drei Gruppenräumen können bis zu 25 Kinder betreut werden. Gegenüber dem SOS-Kinderdorf befinden sich eine Grund- und eine Sekundarschule.
Ältere Jungen ziehen für gewöhnlich in das SOS-Jugendhaus in Samutprakarn, das ca. 12 km vom SOS-Kinderdorf entfernt ist. Dort ist Platz für bis zu 48 Jungen, die eine Berufsausbildung machen oder eine höhere Schule bzw. Universität besuchen. In dieser neuen Umgebung entwickeln die Jugendlichen, begleitet von qualifizierten Betreuern, realistische Zukunftsperspektiven, übernehmen mehr Verantwortung und treffen zunehmend eigene Entscheidungen. Gefördert werden Teamgeist und Kontakte zu Verwandten und Freunden, aber auch zu Behörden und möglichen Arbeitgebern. 1994 wurden in Bangkok einige Zimmer gemietet, wo Studentinnen aus dem SOS-Kinderdorf wohnen können, da die Entfernung des Dorfes zu den Universitäten und Colleges der Stadt zu groß ist. 2002 wurde ein SOS-Berufsbildungszentrum in Bangpoo eröffnet. Dort werden SOS-Mütter und Angestellte ausgebildet.