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Sri Lanka - Übersicht 

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Der große Bedarf an geeigneten Unterbringungsmöglichkeiten für verlassene und verwaiste Kinder und der Mangel an finanziellen Mitteln im Land führten zur Errichtung einer Anzahl von weiteren SOS-Kinderdörfern und Zusatzeinrichtungen. Die den Kinderdörfern angeschlossenen Kindergärten werden von SOS-Kinderdorf-Kindern und von Kindern aus der Nachbarschaft gemeinsam besucht und von der Bevölkerung sehr geschätzt.

1983 wurde mit dem Unterrichtsministerium ein Abkommen zur Errichtung einer SOS-Hermann-Gmeiner-Schule in der Nähe des SOS-Kinderdorfs Piliyandala unterzeichnet. Zwei Jahre später ging die bislang einzige SOS-Hermann-Gmeiner-Schule Sri Lankas in Betrieb, und ermöglicht seither Kindern aus der näheren Umgebung des SOS-Kinderdorfes eine gute Schulausbildung.

Da viele Mütter tagsüber einer Arbeit nachgehen, entstanden bald SOS-Sozialzentren, die Kindertagesstätten und medizinische Behandlung umfassen. Die den Kinderdörfern entwachsenen SOS-Jugendlichen bewohnen seit 1991 SOS-Jugendeinrichtungen. Dort lernen sie, ein selbständiges Leben zu führen und werden bei ihrer Arbeitssuche unterstützt. Im SOS-Berufsbildungszentrum Malpotha, welches von den SOS-Jugendlichen 1991 eigenhändig aufgebaut wurde, absolvieren sie eine fundierte landwirtschaftliche Ausbildung. 1995 startete SOS-Kinderdorf Sri Lanka spontan ein SOS-Nothilfeprogramm im Norden des Landes, um tamilischen Flüchtlingen zu helfen, die durch politische Auseinandersetzungen heimatlos geworden waren. 2003 startete SOS-Kinderdorf Familienförderprogramme. Ziel dieser Programme ist es, Kindern, die Gefahr laufen, von ihrer Herkunftsfamilie getrennt zu werden, den Verbleib in ihrer Familie zu sichern. Um dies zu erreichen, arbeitet SOS-Kinderdorf direkt mit den Familien und den jeweiligen Gemeinden und stärkt sie in ihren Kapazitäten, die Kinder bestmöglich zu betreuen und zu schützen. Organisiert wird diese Präventivarbeit gemeinsam mit lokalen Behörden und anderen Sozialpartnern.

2003 entstand ein Sozialzentrum in Batticaloa, im krisengeschüttelten Nordosten des Landes. Nach der Tsunami-Katastrophe vom Dezember 2004 wurde sofort an der Ost- und Südküste ein umfangreiches SOS-Nothilfeprogramm gestartet, das von unmittelbaren Hilfsmaßnahmen bis hin zum Wiederaufbau von Eigenheimen reicht. In der Folge sieht SOS-Kinderdorf Sri Lanka den dringenden Bedarf für den Bau von zwei weiteren SOS-Sozialzentren in den betroffenen Gebieten.

Zurzeit gibt es in Sri Lanka fünf SOS-Kinderdörfer, fünf SOS-Jugendeinrichtungen, acht SOS-Kindergärten, eine SOS-Hermann-Gmeiner-Schule, vier SOS-Berufsbildungszentren, acht SOS-Sozialzentren, zwei SOS-Medizinische Zentren und ein SOS-Nothilfeprogramm.


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