Hauptstadt: Jerusalem
Bevölkerungszahl: 3,5 Millionen (geschätzter Stand 2004)
Bevölkerungsgruppen: palästinensische Araber, Juden
Amtssprache(n): Arabisch
Religion(en): Islam, Judentum, Christentum
Währung: 1 Neuer Schekel = 100 Agorot / 1 Jordan-Dinar = 1.000 Fils
SOS-Kinderdorf-Aktivitäten im Land
Die ersten Kontakte zu Bethlehem (Westjordanland) wurden bereits 1964 von Hermann Gmeiner persönlich geknüpft. 1966 wurde ein SOS-Kinderdorf Verein gegründet. Im selben Jahr wurde beim Ministerium für Soziale Angelegenheiten in Amman, Jordanien, der Antrag für die Baugenehmigung eines SOS-Kinderdorfes eingereicht. Bereits zwei Jahre später nahm das SOS-Kinderdorf mit angeschlossenem Kindergarten seinen Betrief auf.
Für die nunmehr herangewachsenen Buben und Mädchen wurden 1987 die ersten Jugendbetreuungseinrichtungen geschaffen, 1997 und 2005 kamen neue dazu. Nach kleineren Adaptierungsarbeiten wurde im Jahr 1997 in den Räumlichkeiten des früheren Nationalen Koordinationsbüros eine SOS-Hermann-Gmeiner-Grundschule mit angeschlossenem Kindergarten eingerichtet.
In 2003, SOS Bethlehem öffnete ein mobiles neuropsychologisches Zentrum für die aufgrund des Krieges schwer traumatisierten Kinder und Familien. Dieser Dienst wurde in 2005 und 2006 um vier psycho-soziale Nothilfezentren in Nablus, Hebron, Jericho und Jenin erweitert. Darüber hinaus wurde ein Familienstärkungsprogramm in 2005 gestartet. SOS-Kinderdorf Bethlehem, zusammen mit anderen NGOs, traf verschiedene Maßnahmen, um die bedürftige Bevölkerung zu unterstützen, die von diesem lang anhaltenden Konflikt sehr geprägt ist: psychologische und psychiatrische Unterstützung, medizinische Behandlung, die Unterstützung an Familien, damit sie ihre Kinder weiterhin selber betreuen können.
Am 11 September 1999, nach einer dreijährigen Verhandlungszeit, wurde ein Regierungsabkommen zwischen der palästinensischen Regierung, vertreten durch die Palestinian Authorities und SOS-Kinderdorf International unterschrieben. Zur Errichtung eines SOS-Kinderdorfes wurde SOS-Kinderdorf International in der Nähe von Rafah ein Grundstück zur Verfügung gestellt. Im September 2001 wurden die Bauarbeiten am SOS-Kinderdorf Rafah in Tal el Sultan sowie an der angeschlossenen Schule und dem Kindergarten abgeschlossen.
Seit 2002 betreibt SOS-Kinderdorf in Gaza eine kleine medizinische Station für die Nachbarschaft. Weitere Unterstützung wird seit September 2004 in Form eines zweiten Kindergartens in Khan Younis und eines Sozialzentrums in Gaza City geleistet. In letzterem ist ein Familienstärkungsprogramm beheimatet.
Zurzeit gibt es in den Palästinensischen Gebieten zwei SOS-Kinderdörfer, zwei SOS-Jugend-einrichtungen, drei SOS-Kindergärten, zwei SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen, ein mobiles neuropsychologisches Zentrum, vier psycho-soziale Nothilfestationen, drei Sozialzentren und ein kleines Medizinisches Zentrum.
Website von SOS-Kinderdorf Palästinensische Gebiete (verfügbar auf Englisch)