Nachdem in Chhorepatan nahe Pokhara 1975 zuerst ein Flüchtlingsheim für tibetische Kinder errichtet worden war, wurde dort 1978 ein SOS-Kinderdorf gebaut. Die im Hochland gelegene Stadt ist etwa sechs Autostunden von der Hauptstadt Kathmandu entfernt. Das SOS-Kinderdorf Pokhara widmet sich der familiennahen Betreuung tibetischer Flüchtlings- und Waisenkinder sowie verschiedenen sozialen Projekten, die den tibetischen Flüchtlingen in einer Siedlung nahe dem Dorf zugute kommen.
Das SOS-Kinderdorf besteht aus zwölf Familienhäusern, dem Dorfleiterhaus, Mitarbeiterwohnungen und einem Verwaltungsgebäude.
Es gibt in Pokhara auch eine SOS-Hermann-Gmeiner Schule (Kindergarten, Grund- und Sekundarschule) mit insgesamt 20 Klassenräumen. Diese steht auch Kindern aus dem tibetischen Flüchtlingscamp und anderen Kindern aus der Umgebung offen. Außerdem leitet SOS-Kinderdorf verschiedene SOS-Jugendeinrichtungen und Jugendwohnprojekte, wo Jugendliche zusammenleben und pädagogisch betreut werden, während sie noch in Ausbildung sind.
In der Nähe des SOS-Kinderdorfes befindet sich ein SOS-Berufsbildungszentrum mit verschiedenen Werkstätten. Dort können junge Tibeter und Tibeterinnen aus ganz Nepal, aber auch aus den indischen SOS-Kinderdörfern für Tibeter, eine Ausbildung machen. Es werden Kurse für Tischlerei, Drechslerei, Schlosserei, Elektrotechnik, Elektronik, Sekretariatsführung und Informatik angeboten. Dem Berufsbildungszentrum sind auch eine Kantine und Schlafräume für Internatsschüler angeschlossen.