Hauptstadt: Peking
Fläche: 9.596.960 km²
Bevölkerungszahl: 1,3 Milliarden (Juli 2005)
Bevölkerungsgruppen: Han-Chinesen und nationale Minderheiten
Amtssprache(n): Mandarin
Religion(en): Konfuzianismus, Buddhismus, Taoismus, Islam und Christentum
Währung: 1 Renminbi Yuan = 10 Jiao = 100 Fen
SOS-Kinderdorf-Aktivitäten im Land
Auf Initiative eines chinesischen Beamten, der während eines Amerikaaufenthaltes auf die Arbeit von SOS-Kinderdorf aufmerksam geworden war, gelangte die Idee von Hermann Gmeiner 1984 in die sozialistische Volksrepublik China. Bei einem anschließenden Besuch von Hermann Gmeiner und Helmut Kutin, dem damaligen Asien-Repräsentanten von SOS-Kinderdorf International, in Peking wurde mit dem Ministerium für Zivile Angelegenheiten ein Abkommen zur Zusammenarbeit unterzeichnet und der Grundstein für die ersten SOS-Kinderdörfer in Tianjin und Yantai gelegt. 1985 kam es zur Gründung des nationalen SOS-Kinderdorf-Vereins und zwei Jahre später wurden die beiden SOS-Kinderdörfer Tianjin und Yantai offiziell eröffnet.
1991 unterzeichnete China die UNO Konvention über die Rechte des Kindes. Im Anschluss daran wurden von der chinesischen Regierung mehrere Programme zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern ins Leben gerufen. Eine Maßnahme war die Unterstützung bei der Realisierung weiterer SOS-Kinderdorf-Einrichtungen, speziell auch in abgeschiedenen und/oder unterentwickelten Regionen des Landes. 1992 entstanden die ersten SOS-Jugendeinrichtungen, die sukzessive in allen SOS-Kinderdörfern eingerichtet wurden. Die SOS-Hermann-Gmeiner-Schule in Yantai, eröffnet 1993, ist mit über 3.000 Schülern die größte von SOS-Kinderdorf errichtete Schule weltweit. Sie genießt den Status einer Modellschule und gehört zu den besten Schulen des Landes. Im Oktober 1996 nahm das SOS-Berufsbildungszentrum in Qiqihar seinen Betrieb auf. 500 Schüler werden hier in praxisorientierten Lehrgängen auf das Berufsleben vorbereitet.
Ein besonderes Ereignis war die Eröffnung des SOS-Kinderdorfes Lhasa im Jahr 2001, des ersten SOS-Kinderdorfes in der autonomen Region Tibet. Über 3.000 Waisenkinder waren zu dieser Zeit in Tibet registriert. Seitens der offiziellen Stellen wurde das Projekt als bedeutender Schritt in eine zukunftsorientierte Unterbringung von Kindern ohne Eltern angesehen.
Zurzeit gibt es in China neun SOS-Kinderdörfer, neun SOS-Kindergärten, acht SOS-Jugendeinrichtungen, eine SOS-Hermann-Gmeiner-Schule, zwei Sozialzentren und zwei SOS-Berufsbildungszentren.