Hauptstadt: Eriwan
Fläche: 29.800 km²
Bevölkerungszahl: 3 Millionen (Juli 2005)
Bevölkerungsgruppen: Armenier, Azeris, Russen, andere
Amtssprache(n): Armenisch
Religion(en): Armenisch-Orthodox
Währung: 1 Dram = 100 Luma
SOS-Kinderdorf-Aktivitäten im Land
Nach dem verheerenden Erdbeben vom 7. Dezember 1988 beschloss SOS-Kinderdorf, den elternlosen Kindern in Armenien sofort zu helfen. In Zusammenarbeit mit dem armenischen Lenin-Kinderfonds konnte innerhalb kurzer Zeit ein geeignetes Grundstück außerhalb der zerstörten Gebiete in der Ortschaft Kotajk, circa 15 Kilometer von Jerewan entfernt, gefunden und mit dem Bau des ersten armenischen SOS-Kinderdorfes begonnen werden. 1990 bezogen die ersten Kinder mit ihren SOS-Kinderdorf-Müttern ihr neues Zuhause. Da es in der Umgebung keine Vorschuleinrichtung gab, wurde 1995 der provisorisch in einem Familienhaus eingerichtet SOS-Kindergarten durch ein eigenes Gebäude ersetzt.
Die dem Kinderdorf entwachsenen Jugendlichen werden seit Februar 2001 in einer SOS-Jugendeinrichtung in Jerewan bis zu ihrer völligen Selbständigkeit betreut.
Im April 2006 startete SOS-Kinderdorf Armenien Familienförderprogramme. Ziel dieser Programme ist es, Kindern, die Gefahr laufen, von ihrer Herkunftsfamilie getrennt zu werden, den Verbleib in ihrer Familie zu sichern. Um dies zu erreichen, arbeitet SOS-Kinderdorf Armenien direkt mit den Familien und den jeweiligen Gemeinden und stärkt sie in ihren Kapazitäten, die Kinder bestmöglich zu betreuen und zu schützen. Organisiert wird diese Präventivarbeit gemeinsam mit lokalen Behörden und anderen Sozialpartnern. Die Bauarbeiten für das zweite SOS-Kinderdorf im Land wurden im Dezember 2007 in Idjevan, einer Kleinstadt im Nordosten Armeniens begonnen, und im Frühjahr 2010 konnte das Dorf besiedelt werden. Weitere Programme, die sich die qualitative Verbesserung des Angebots von öffentlichen Schulen und Kindergärten zum Ziel gesetzt haben, begannen im Januar 2009 in Idjevan und Kotayk und wurden 2010 nach Jerewan ausgeweitet. Sie bieten Lehrern und Erziehern Fortbildungsmaßnahmen und unterstützen Kinder mit einem bedarfsorientierten, individuellen Förderangebot.
Zurzeit gibt es in Armenien zwei SOS-Kinderdörfer, eine SOS-Jugendeinrichtung, einen SOS-Kindergarten und sieben SOS-Sozialzentren.