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Peru - Übersicht 

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Die schwere Wirtschaftskrise der 80er-Jahre hatte eine dramatische Verarmung zahlreicher Familien zur Folge, und das soziale Elend der Schwächsten der Gesellschaft, der Kinder, vergrößerte sich immer mehr. Aufgrund des großen Bedarfs wurden weitere SOS-Kinderdörfer im ganzen Land gebaut, wie die beiden SOS-Kinderdörfer Esperanza und Rio Hondo in Chosica. Ebenso wurden SOS-Jugendeinrichtungen errichtet, in denen sich die Jugendlichen auf ein selbständiges Leben vorbereiten können.

Als es 1995 zu kriegerischen Auseinandersetzungen mit Ecuador kam, wurde über einen Zeitraum von etwa vier Monaten ein SOS-Nothilfeprogramm zur Versorgung der Flüchtlinge beiderseits der Grenze mit Lebensmitteln ins Leben gerufen.

1996 startete SOS-Kinderdorf Familienförderprogramme in Peru. Ziel dieser Programme ist es, Kindern, die Gefahr laufen, von ihrer Herkunftsfamilie getrennt zu werden, den Verbleib in ihrer Familie zu sichern. Um dies zu erreichen, arbeitet SOS-Kinderdorf direkt mit den Familien und den jeweiligen Gemeinden und stärkt sie in ihren Kapazitäten, die Kinder bestmöglich zu betreuen und zu schützen. Organisiert wird diese Präventivarbeit gemeinsam mit lokalen Behörden und anderen Sozialpartnern.

Im Jahr 1998 war wiederum der Norden Perus als Folge des Klimaphänomens El Niño von starken Regenfällen und Überschwemmungen betroffen. In einem zweimonatigen Nothilfeprogramm verteilte SOS-Kinderdorf Peru daher dringend benötigte Medikamente und Lebensmittel.

Im August 2007 wurde die Westküste Perus von einem schweren Erdbeben (Richterskala 7,9) erschüttert, durch das insgesamt 36.000 ihr Heim verloren haben und obdachlos wurden. SOS-Kinderdorf Peru reagierte sofort und startete ein SOS-Nothilfeprogramm für einen Zeitraum von 6 Monaten. Als weitere Soforthilfemaßnahmen wurden Hilfsgüter wie Lebensmittel, Trinkwasser, Medikamente und Decken verteilt. Provisorische Sozialzentren betreuen die zum Teil verwaisten Kinder und unterstützten die Familien beim Wiederaufbau ihrer Häuser.

Zurzeit gibt es in Peru neun SOS-Kinderdörfer, SOS-Jugendeinrichtungen an sieben Standorten, diverse SOS-Sozialzentren und ein SOS-Berufsbildungszentrum.

Website von SOS-Kinderdorf Peru
(verfügbar auf Spanisch)


Länderinformation über Peru
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