Das SOS-Kinderdorf Ayacucho liegt in der gleichnamigen Stadt im südlichen Peru. Ayacucho ist die Hauptstadt der Provinz Ayacucho und ein wichtiges Zentrum für Landwirtschaft, verarbeitende Industrie und Ausbildung. Sie befindet sich am Osthang der westlichen Andenkette in 2.746 Metern Seehöhe und verfügt über angenehmes und erfrischendes Klima. Die Provinz Ayacucho ist eine jener Provinzen des Landes, die in den letzten Jahrzehnten und extremer Gewalt gelitten hat. Diese Situation führte zu massiven Migrationsbewegungen vom Land in die Stadt, großer Armut und einer großen Zahl von verwaisten und verlassenen Kindern.
Das SOS-Kinderdorf Ayacucho wird in einem Vorort der Stadt auf einem 10.000 m² großen Grundstück errichtet und umfasst nach Fertigstellung vierzehn Familienhäuser für insgesamt bis zu 126 Kinder. Darüber hinaus gehören das Haus des Dorfleiters, ein Haus für die so genannten SOS-Tanten (in Ausbildung befindliche zukünftige SOS-Kinderdorf-Mütter oder Familienhelferinnen, die den SOS-Kinderdorf-Müttern bei der täglichen Arbeit zur Hand gehen oder sie bei Krankheit und im Urlaub vertreten), ein Verwaltungsgebäude, ein Gebäude für Veranstaltungen und Feiern, das Haus des Wächters sowie ein Gästehaus für SOS-Kinderdorf-Mitarbeiter auf Dienstreise zur Infrastruktur. Die Kinder und Mitarbeiter werden die Kindergärten, Schulen, Gesundheitszentren und Einkaufsmöglichkeiten in der Umgebung nutzen und sich so in die umliegende Gemeinschaft eingliedern.
Ebenfalls Teil des SOS-Kinderdorfes ist ein SOS-Sozialzentrum. Das SOS-Sozialzentrum besteht bereits seit Januar 2006 und konzentriert sich auf sogenannte Familienstärkungsprogramme. Das SOS-Sozialzentrum bietet 80 in extremer Armut lebenden Müttern und deren Kindern Tagesbetreuung und Unterstützung. Ziel des Programms ist die Verbesserung der Ernährung der Kinder sowie der Einkommenssituation der Mütter durch Trainingskurse, ganzheitliche Gesundheitsversorgung und Vorbereitung der Kinder auf den Besuch eines Kindergartens oder der Schule. Damit soll verhindert werden, dass die Kinder auf Grund ihrer schwierigen sozialen Lage von der leiblichen Familie verlassen werden.