Das zweite panamesische SOS-Kinderdorf liegt etwa 150 km westlich der Hauptstadt Panama Stadt direkt an der Interamerikanischen Straße am Rande der Provinzhauptstadt Penonomé. Für die Standortwahl war die schwierige soziale Lage vor Ort ausschlaggebend, die auf Familien teils schwerwiegende Auswirkungen hat.
Das SOS-Kinderdorf ging 1990 in Betrieb und wurde im April 1991 in Anwesenheit von SOS-Kinderdorf-Präsident Helmut Kutin offiziell eröffnet. Die Gebäude wurden auf dem 5 Hektar großen Gelände in Kreisform angelegt und erscheinen wie in die umliegende Hügellandschaft eingebettet. Neben den 12 Familienhäusern gibt es ein Dorfleiter- und ein SOS-MitarbeiterInnenhaus, ein Gemeinschaftshaus, in dem sich auch das Büro befindet, einen Nähraum und eine Bibliothek. Die Kinder können sich auf dem dorfeigenen Spielplatz und dem Basketballplatz so richtig austoben. Ein großer Teil des Grundstücks wird für den Gartenbau genützt; dabei wird neben dem Anbau von Obst und Gemüse in dem ca. 2 Hektar großen landwirtschaftlich genützten Areal auch Fisch und Kleintierzucht betrieben.
Im nahen Umkreis des SOS-Kinderdorfes befinden sich Schulen, ein Krankenhaus sowie eine Universität. Seit 1996 gibt es auch SOS-Jugendwohngemeinschaften in der Stadt Penonomé, wo die Jugendlichen sich unter Betreuung durch pädagogisch geschultes Personal langsam auf ihre spätere Unabhängigkeit vorbereiten.