Das SOS-Kinderdorf in Panamá-Stadt wurde in der ehemaligen Kanalzone am nord¬westlichen Stadtrand errichtet. Es entstand auf einem der ersten Grundstücke, die nach dem Torrijos-Carter-Vertrag von 1977 an Panama zurückgegeben wurden. Das Grundstück wurde von der Regierung zur Verfügung gestellt, um darauf das erste SOS-Kinderdorf Panamas zu errichten. Das erklärte Ziel von SOS Panama war es damals, verwaisten und verlassenen Kindern ohne Unterscheidung nach ethnischer Herkunft, Religion oder Nationalität eine Familie und ein sicheres Heim zu bieten.
Das SOS-Kinderdorf Panamá-Stadt besteht aus 17 Familienhäusern, einem Dorfleiterhaus, einem Haus für SOS-MitarbeiterInnen, einem Gemeindehaus mit Mehrzwecksaal und Bibliothek und einem Verwaltungsbereich. Die Kinder und Jugendlichen können ihren Bewegungsdrang auf dem Spielplatz und dem dorfeigenen Baseball- und Basketballplatz ausleben. Außerdem gibt es auf dem Gelände zwei kleine Teiche, wo Fische gezüchtet werden.
Die Jugendlichen übersiedeln im Alter von etwa 15 Jahren meist in die so genannte SOS-Jugendeinrichtung. Sie bereiten sich dort langsam auf ihre spätere Unabhängigkeit vor, während sie weiter zur Schule gehen oder eine Berufsausbildung absolvieren. Das SOS-Kinderdorf Panama-Stadt beherbergt auch ein SOS-Mütter- und Mitarbeiterschulungszentrum für diverse Fortbildungsveranstaltungen.