1974 fegte der Hurrikan Fifi über das nördliche Honduras hinweg und hinterließ ein Land im Ausnahmezustand. Viele Kinder hatten durch diese Naturkatastrophe ihre Eltern verloren. Deshalb wurde am Stadtrand von San Pedro Sula, der größten Stadt im Nordwesten Honduras, ein SOS-Kinderdorf errichtet. Im Jahre 1991 wurde im Dorf El Carmen, etwa 15 km östlich von San Pedro Sula, ein neues SOS-Kinderdorf gebaut. Das baumbestandene Gelände liegt inmitten von sanften Hügeln. Die Kinder übersiedelten im August 1991 in dieses neue SOS-Kinderdorf.
Das SOS-Kinderdorf San Pedro Sula besteht aus 15 Familienhäusern, dem Dorfleiterhaus, Personalwohnungen, Räumlichkeiten für Nachhilfestunden und medizinische Versorgung, einer Wäscherei, einem Turnsaal und einem Verwaltungs- und Servicebereich. Bis zu 126 verwaiste oder verlassene Kinder finden hier ein neues Zuhause. Der Fußballplatz des SOS-Kinderdorfes ist ein Treffpunkt für alle Kinder aus der Umgebung.
In einem gewissen Alter ziehen die Jugendlichen in eigens angemietete Wohnungen in der Stadt San Pedro Sula. In dieser so genannten SOS-Jugendeinrichtung bereiten sie sich unter pädagogischer Betreuung nach und nach auf ihre spätere Unabhängigkeit vor. Das SOS-Kinderdorf beherbergt außerdem ein SOS-Sozialzentrum mit Kindertagesstätte. Weiters werden von dort aus mit Familien aus der Umgebung Tagesmütterprogramme organisiert.