Das SOS-Kinderdorf San Jerónimo wurde 2001 in der gleichnamigen kleinen Stadt im Distrikt Baja Verapaz in Zentralguatemala errichtet. Es ist etwa 100km von der Hauptstadt Guatemala-Stadt entfernt. Die Einwohner dieser Region, die mehrheitlich zur indigenen Gruppe der Quiché gehören, hatten besonders unter den Auswirkungen des Bürgerkriegs zu leiden. Für die Auswahl des Standortes war neben der großen Armut der Bevölkerung vor allem das Ausmaß der anderen sozialen Probleme in der Region ausschlaggebend.
Das SOS-Kinderdorf besteht aus zehn Familienhäusern, einem Dorfleiterhaus, einem Haus für SOS-Tanten (Familienhelferinnen), einem Verwaltungsgebäude und einem Mehrzwecksaal. Bis zu 90 verlassene oder verwaiste Kinder und Jugendliche finden hier ein neues Zuhause.
Im Jänner 2005 ging auf dem Gelände des SOS-Kinderdorfes eine SOS-Jugendeinrichtung in Betrieb. In dieser Einrichtung bereiten sich die Jugendlichen in so genannten Jugendwohngemeinschaften langsam auf ihre spätere Unabhängigkeit vor, während sie noch in Ausbildung sind.