Quetzaltenango ist die zweitgrößte Stadt Guatemalas. Sie liegt in der fruchtbaren Agrarregion im Westen, auf einer Seehöhe von 2400m, und ist etwa 200km von Guatemala-Stadt entfernt. In den 1970er Jahren gab es in der Region viele Waisenkinder, die ihre Eltern durch den Bürgerkrieg und durch das Erdbeben von 1976 verloren hatten. Deshalb wurde die Stadt als Standort für das zweite guatemaltekische SOS-Kinderdorf gewählt. Die offizielle Eröffnung fand im Mai 1979 im Beisein von SOS-Kinderdorf-Gründer Hermann Gmeiner statt.
Das SOS-Kinderdorf Quetzaltenango besteht aus zwölf Familienhäusern, dem Dorfleiterhaus, einer Mehrzweckhalle und einem Verwaltungsgebäude. Außerdem gibt es Räumlichkeiten für psychologische Beratung sowie für Näh-, Schreibmaschinen- und Holzbearbeitungskurse.
Seit 1985 gibt es mehrere SOS Jugendwohngemeinschaften für Jungen oder Mädchen, deren Anzahl nach Auslastung variiert. Hier finden auch Jugendliche aus anderen guatemaltekischen SOS-Kinderdörfern Aufnahme. Die jungen Leute werden von pädagogisch geschulten Betreuern langsam auf ihre spätere Unabhängigkeit vorbereitet, während sie noch in Ausbildung sind.