Die Eröffnung des SOS-Kinderdorfes Jocotán, des vierten SOS-Kinderdorfes in Guatemala, fand 1985 im Beisein von SOS-Kinderdorf-Gründer Hermann Gmeiner statt. Jocotán liegt etwa 200 km östlich von Guatemala-City, nahe der Grenze zu Honduras, in einem sehr gebirgigen und armen Landesteil. Das Kinderdorfgelände ist etwa 1 km vom Dorf Jocotán entfernt. Es ist von einem kleinen Fluss durchzogen, so dass es auch während der Trockenzeit grün bleibt. Die nächste größere Stadt, Chiquimula, befindet sich in 26 km Entfernung.
Das SOS-Kinderdorf umfasst zwölf Familienhäuser, ein Dorfleiterhaus, Personalwohnungen und Büroräume. Die Kinder besuchen Kindergärten, Grund- und Sekundarschulen im Ort. In ihrer Freizeit spielen sie gerne auf dem Fußball- und Basketballplatz des SOS-Kinderdorfes, die auch ein Anziehungspunkt für ihre Freunde aus der Nachbarschaft sind.
Seit 1987 gibt es in der Stadt Chiquimula eine SOS-Jugendeinrichtung. Sie besteht aus mehreren Häusern und Jugendwohngemeinschaften. In diesen Einrichtungen bereiten sich die Jugendlichen unter pädagogischer Betreuung langsam auf ihre spätere Unabhängigkeit vor.