Die Provinzhauptstadt San Vicente wurde als Standort für ein neues SOS-Kinderdorf gewählt, weil die Region soziale Probleme aufweist, unter denen Familien und Kinder besonders leiden. Es herrscht hohe Arbeitslosigkeit, außerdem gibt es viele junge, allein stehende Mütter, die oft keine Ausbildung haben und Gefahr laufen, zu verarmen und dann ihre Kinder zu verlassen. Das SOS-Kinderdorf San Vicente besteht aus zwölf Familienhäusern, dem Dorfleiterhaus, dem Verwaltungsbereich, Gemeinschaftsräumen und einem Spielplatz. Es ist seit Juni 2004 in Betrieb.
Dem SOS-Kinderdorf ist ein SOS-Sozialzentrum angeschlossen, das eine Kindertagesstätte und Lehrwerkstätten umfasst. Diese sollen den Jugendlichen und Frauen durch diverse Berufbsbildungskurse eine Chance auf eine bessere Zukunft eröffnen. In der Kindertagesstätte (mit Krabbelstube) ist Platz für bis zu 175 Kinder und Säuglinge, deren Eltern durch die Betreuung ihrer Kinder die Möglichkeit haben, das Überleben und den Zusammenhalt der Familie zu gewährleisten. Das SOS-Sozialzentrum San Vicente unterstützt seit 2005 Initiativen der lokalen Bevölkerung, etwa die Entwicklung von Tagesmütterprogrammen, um so zur Familienstärkung in der Region beizutragen.