Das zwölfte SOS-Kinderdorf Chiles wurde 1996 in Curicó in Betrieb genommen. Die Stadt Curicó zählt etwa 105.000 Einwohner und liegt im Landesinneren, 200 Kilometer südlich von Santiago de Chile. Curicó wurde vor etwa 400 Jahren gegründet und ist somit eine der ältesten Städte des Landes. Das SOS-Kinderdorf Curicó liegt am Rande der Stadt in einer Gegend, die vor allem von Angehörigen der Mittelschicht bewohnt wird. In der Umgebung gibt es Landwirtschaft sowie Obst- und Weinanbau. Einige der bekanntesten chilenischen Exportweine stammen von hier. Viele Landarbeiter leben im Einzugsgebiet von Curicó in armseligen Verhältnissen. Alkoholsucht ist sehr verbreitet und hat zur Folge, daß viele Kinder vernachlässigt und mißhandelt werden. Das SOS-Kinderdorf besteht aus zehn Familienhäusern, die zweckmäßig gebaut, bunt bemalt und bieten bis zu 90 Kindern ein neues, liebevolles Zuhause. Das Haus des Dorfleiters und ein Gemeinschaftshaus mit Räumlichkeiten für Veranstaltungen und Feiern sowie einem Verwaltungsbereich ergänzen die Infrastruktur des SOS-Kinderdorfes. Die Kinder besuchen öffentliche Kindergärten und Schulen in der Nähe.