SOS-Kinderdorf-Aktivitäten im Land
SOS-Kinderdorf Brasilien nahm seine ersten Einrichtungen in den späten sechziger Jahren in Betrieb. Grund dafür war die Jahrzehnte anhaltende Verarmung weiter Teile der Bevölkerung. Als erste Einrichtung des Landes öffnete 1967 das SOS-Kinderdorf Porto Alegre in Rio Grande do Sul seine Pforten, 1986 folgten Poá bei São Paulo und Brasilia. Während der siebziger Jahre wurden fünf neue SOS-Kinderdörfer eröffnet, um notleidenden Kindern eine langfristige familiennahe Betreuung bieten zu können. In den darauffolgenden Jahren kamen noch sieben weitere SOS-Kinderdörfer hinzu. In den über vierzig Jahren seines Bestehens hat der brasilianische SOS-Kinderdorf-Verein stets seine Schulen, medizinischen Zentren, Berufsausbildungs- und Kulturzentren den Kindern und Jugendlichen aus den benachbarten Gemeinden zur Verfügung gestellt. Es ist SOS-Kinderdorf International ein großes Anliegen zu verhindern, dass Kinder verlassen werden, denn bis auf wenige Ausnahmen ist es für die Kinder am besten, wenn sie in ihrer leiblichen Familie aufwachsen können. Deshalb engagiert sich SOS-Kinderdorf Brasilien auch durch Familienstärkungsprogramme für das Wohl von Kindern. Die Familien und Gemeinden sollen als Ganzes soweit gestärkt werden, dass ihre schwächsten Glieder – die Kinder - gut in ihnen aufgehoben sind. Geboten werden Berufsausbildungsprogramme, Kinderbetreuung und vieles mehr. 2003 wurden vier Familienstärkungsprogramme in den Städten São Bernardo do Campo, Poá, São Paulo (Rio Bonito) und Rio de Janeiro (Jacarepaguá) eingerichtet. 2004 starteten Programme in João Pessoa (Paraíba), Lauro de Freitas (Bahia), Caico (Rio Grande do Norte), Manaus (Amazonas), Juiz de Fora (Minas Gerais), Santa Maria, Porto Alegre (Rio Grande do Sul) und Pedra Bonita (Rio de Janeiro). Seit 2007 werden Familienstärkungsprogramme in Cidade Ocidental (Goiás) und im SOS-Sozialzentrum Engenho do Meio (Recife) betrieben.
Zur Zeit sind in Brasilien 15-Kinderdörfer (mit einer Aufnahmekapazität von ca. 1700 Kindern und Jugendlichen) und 14 SOS-Sozialzentren (mit einer Kapazität von rund 6000 Kindern und 4300 Familien) in Betrieb.
Website von SOS-Kinderdorf Brasilien
(verfügbar auf Portugiesisch)