Das SOS-Kinderdorf Juiz de Fora liegt in der gleichnamigen Stadt im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais und wurde im September 1980 in Betrieb genommen. Die Stadt Juiz de Fora befindet sich etwa 100 Kilometer nördlich von Rio de Janeiro und ist mit etwa 400.000 Einwohnern ein wirtschaftliches und industrielles Zentrum der Region. Das SOS-Kinderdorf wurde im Stadtteil Grama, etwa zehn Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, auf einem 1,5 Hektar großen Grundstück errichtet. Es umfasst zehn Familienhäuser für bis zu 100 Kinder, das Haus des Dorfleiters, ein Haus für so genannte SOS-Tanten (in Ausbildung befindliche zukünftige SOS-Kinderdorfmütter oder Familienhelferinnen, die den SOS-Kinderdorfmüttern bei der täglichen Arbeit zur Hand gehen oder sie bei Krankheit und im Urlaub vertreten), sowie einen Verwaltungs- und Servicebereich.
Eine SOS-Jugendeinrichtung im Stadtzentrum bietet Platz für bis zu 20 Jugendliche aus dem SOS-Kinderdorf in Ausbildung. Hier werden sie Schritt für Schritt auf ein Leben in Selbstständigkeit vorbereitet. Zur Infrastruktur des SOS-Kinderdorfes gehört außerdem ein SOS-Sozialzentrum, das als Kindertagesstätte geführt wird und bis zu 620 Kindern im Vorschulalter Tagesbetreuung anbietet. Eine SOS-Hermann-Gmeiner-Schule hat Platz für 450 Schüler im Grundschulalter.