Hauptstadt: Dodoma
Fläche: 945.090 km²
Bevölkerungszahl: 36.8 Millionen (Schätzung Juli 2005)
Bevölkerungsgruppen: Bantustämme, europaische, asiatische und arabische Minderheiten
Amtssprache(n): Suaheli und Englisch
Religion(en): Christen, Islam, traditionelle Religionen
Währung: 1 Tansania-Schilling = 100 Cent
SOS-Kinderdorf-Aktivitäten im Land
Der Start zur SOS-Kinderdorf-Arbeit in Tansania erfolgte 1984, als der damalige Präsident der Insel Sansibar, Ali Hassan Mwinyi, mit der Bitte an Hermann Gmeiner herantrat, ein SOS-Kinderdorf in Sansibar zu errichten. Am 25. Februar 1987 wurde ein Regierungsabkommen unterzeichnet. Von 1988 bis 1990 erfolgte der Bau des SOS-Kinderdorfes, sieben Kilometer außerhalb der Hafenstadt Sansibar, und die ersten Familienhäuser wurden 1991 mit Leben erfüllt. Die Insel Sansibar gehört zwar völkerrechtlich zur Republik Tansania, jedoch sieht die Regionalverfassung von 1985 einen direkt gewählten Präsidenten für Sansibar vor und garantiert damit ein großes Maß an selbständiger Verwaltung.
Aufgrund dieser politischen Selbständigkeit entschloss sich auch SOS-Kinderdorf, mit zwei eigenständigen lokalen Rechtsträgern in Tansania zu arbeiten. Im April 1997 wurde sowohl der Verein "SOS Children's Villages Association Zanzibar" und der "SOS Children's Villages of Tanzania Trust" offiziell registriert.
Auf dem Festland Tansanias entstand das erste SOS-Kinderdorf mit Kindergarten in Arusha, im Norden des Landes, dem wenige Jahre später eine Primar- und Sekundarschule angeschlossen wurde. Wegen des enormen Bedarfs an Betreuungseinrichtungen für verwaiste und verlassene Kinder wurde einerseits die Errichtung weiterer SOS-Kinderdörfer in Tansania geplant, zum anderen startete SOS-Kinderdorf Familienstärkungsprogramme in Arusha, Dar es Salaam, Mwanza und Sansibar. Ziel dieser Programme ist es, Kindern den Zusammenhalt ihrer Familie zu sichern, wenn diese Gefahr läuft auseinander zu brechen. Um dies zu erreichen, arbeitet SOS-Kinderdorf direkt mit den Familien und den Gemeinden, in denen sie leben, und stärkt sie in ihrer Fähigkeit, die Kinder bestmöglich zu betreuen und zu schützen. Organisiert wird diese Präventivarbeit gemeinsam mit lokalen Behörden und anderen Sozialpartnern.
Zur Zeit gibt es in Tansania drei SOS-Kinderdörfer, zwei SOS-Jugendeinrichtungen, drei SOS-Kindergärten, zwei SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen, vier SOS-Sozialzentren und zwei SOS-medizinische Zentren.
Website von SOS-Kinderdorf Tansania
(verfügbar auf Englisch)