Hauptstadt: Mbabane
Fläche: 17.363 km2
Bevölkerungszahl: 1.2 Million (Schätzung Juli 2005)
Bevölkerungsgruppen: Swasi, Zulu, Tsonga
Amtssprache(n): Englisch und Siswati
Religion(en): Stammesreligionen, christlichen Religionen
Währung: 1 Lilangeni = 100 Cent
SOS-Kinderdorf-Aktivitäten im Land
Der offizielle Startschuss zur SOS-Kinderdorf-Arbeit in Swasiland erfolgte im Dezember 1986 mit der Unterzeichnung eines Regierungsabkommens zwischen SOS-Kinderdorf International und dem Königreich. Am 17. August 1987 wurde der lokale SOS-Kinderdorf Verein "SOS Children's Village Association of Swaziland" registriert, und mit dem Bau des ersten SOS-Kinderdorfes in Mbabane, der Hauptstadt von Swasiland, wurde im Herbst desselben Jahres begonnen. Im Laufe der Jahre entstanden weitere SOS-Kinderdorf Einrichtungen in Mbabane und in Nhlangano, im Süden des Landes.
Prominentester Unterstützer der SOS-Kinderdorf Arbeit in Swasiland ist König Mswati III, welcher seit 1998 auch offiziell die Schirmherrschaft für alle SOS-Kinderdorf Einrichtungen in seinem Land übernommen hat.
Mitte 2000 engagierte sich SOS-Kinderdorf Swasiland im Zuge eines Nothilfeprogramms für zahlreiche Familien in der Umgebung von Mbabane, die aufgrund von Überschwemmungen obdachlos geworden sind. Unter Beteiligung der SOS-Jugendlichen und drei ausgebildeten Bauarbeitern wurden Häuser wieder aufgebaut und den Familien dadurch ein neues Zuhause geschaffen.
Seit November 2001 leitet SOS-Kinderdorf Swasiland ein Familienstärkungsprogramm in der Umgebung von Mbabane und unterstützt damit aktiv die von HIV/Aids betroffene Bevölkerung.
Aufgrund anhaltender Dürre und daraus folgender Nahrungsmittelknappheit wurde im April 2002 ein Nothilfeprogramm gestartet, im Rahmen dessen zweieinhalb Jahre lang Not leidende Familien in der Provinz Hluthi, unweit des SOS-Kinderdorfes Nhlangano, mit Lebensmitteln versorgt wurden. Anschließend wurde das Programm Schritt für Schritt in ein Familienförderprogramm umgewandelt. Ziel des Programms ist es, den Kindern, die Gefahr laufen, von ihrer Herkunftsfamilie getrennt zu werden, den Verbleib in ihrer Familie zu sichern. Um dies zu erreichen, arbeitet SOS-Kinderdorf direkt mit den Familien und den jeweiligen Gemeinden und stärkt sie in ihren Kapazitäten, die Kinder bestmöglich zu betreuen und zu schützen. Organisiert wird diese Präventivarbeit gemeinsam mit lokalen Behörden und anderen Sozialpartnern.
Zurzeit gibt es in Swasiland drei SOS-Kinderdörfer, zwei SOS-Jugendeinrichtungen, drei SOS-Kindergärten, drei SOS-Sozialzentren (Familienstärkungsprogramme) und drei SOS-medizinische Zentren.