Somalia - Übersicht 

Mogadishu

Nach schwerer Bombardierung der Umgebung des SOS-Geländes Anfang Dezember 2007 wurden alle SOS-Familien evakuiert und an sichereren Plätzen in Mogadischu untergebracht. Aus Sicherheitsgründen musste die SOS Mutter- und Kindklinik, die Pädiatrie, der SOS-Kindergarten, die SOS-Hermann-Gemeiner-Schule und die SOS-Krankenpflegeschule geschlossen werden. Die medizinischen Einrichtungen wurden im März 2008 wieder geöffnet und eine Satelliten-Krankenstation in Afgoye, 22 km außerhalb von Mogadischu, etabliert, damit auch Patienten, die nicht mehr nach Mogadischu kommen konnten, wieder medizinisch versorgt werden. Im August, eröffnete eine ähnliche Einrichtung in Baidoa Town ihren Betrieb. Der Betrieb der Schule und der Krankenpflegeschule wurde in einem angemieteten Fabriksgebäude in einem anderen Stadtteil wieder aufgenommen, musste aber bereits im Oktober 2008 wieder eingestellt werden, nachdem mehrere Lehrer und andere Mitarbeiter mit dem Tod bedroht worden waren.

Weder der Rückzug der äthiopischen Truppen von Mogadishu und vielen Teilen Südwestsomalias Anfang Januar 2009 noch die Wahl am 31. Januar 2009 von Sheikh Sharif Ahmed zum Präsidenten von Somalia haben zu einer Beruhigung des Konflikts im Land geführt. In weiten Teilen von Somalia ist die Lage immer noch unsicher.
Trotz diesen Umständen konnte unser Kinderdorf 2009 wieder besiedelt werden, nachdem das Dorf für ein Jahr und zwei Monate evakuiert werden musste.

Die Sicherheitslage in der Hauptstadt Mogadischu und weiten Teilen Süd- und Zentralsomalias hat sich aufgrund von  Kämpfen zwischen der somalischen Übergangsregierung und der aufständischen Gruppen weiterhin verschlechtert und zu Verletzungen und Tötungen von Zivilisten geführt. Tausende Bewohner wurden aus ihrer Heimat verdrängt.

2010 wurden fast wöchentlich schwere Kämpfe in vielen Teilen der Hauptstadt gemeldet. Mörsergranaten, verirrte Kugeln, Explosionen und Landminen stellen die Hauptstadt vor große Sicherheitsprobleme. Diese Situation macht das Leben für die  Bevölkerung, welche mehrheitlich aus Frauen und Kindern besteht, schwierig.


Zurzeit gibt es in Somalia ein SOS-Kinderdorf, eine SOS-Jugendeinrichtung, einen SOS-Kindergarten, eine SOS-Hermann-Gmeiner-Schule, ein SOS-Berufsbildungszentrum, ein SOS-medizinisches Zentrum und ein SOS-Nothilfeprogramm.


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