1980 kontaktierte der österreichische Botschafter in Simbabwe SOS-Kinderdorf International mit der Bitte um Hilfe für die Waisenkinder des Landes. Noch im selben Jahr wurde ein lokaler SOS-Kinderdorf Verein registriert und mit dem Bau des ersten SOS-Kinderdorfes mit Nebeneinrichtungen in Bindura begonnen.
1983 wurde 15 Kilometer vom SOS-Kinderdorf entfernt 600 Hektar landwirtschaftliche Fläche angekauft und die Maizelands-Farm nahm ihren Betrieb auf. Nach einem Erweiterungskauf 1988 wurde später eine Fläche von insgesamt 1.400 Hektar landwirtschaftlich genutzt. Neben der Nahrungsmittelproduktion diente die Farm bis 2010 auch als landwirtschaftliches und technisches Ausbildungszentrum für Jugendliche.
1988 und 1994 erfolgte der Bau von zwei weiteren SOS-Kinderdörfern, eines in Waterfalls, einem Vorort der Hauptstadt Harare, und ein weiteres in Bulawayo, der zweitgrößten Stadt Simbabwes nahe der Grenze zu Botswana. Bei den Unruhen rund um die Enteignung weißer Farmbesitzer wurde auch ein Teil der SOS-Maizelands Farm am 6. Juli 2001 auf eine öffentliche Liste der in naher Zukunft zu verstaatlichenden Betriebe gestellt. Seitdem versucht SOS-Kinderdorf Zimbabwe mit internationaler Hilfe eine Widerlegung der angedrohten Enteignung zu erwirken. Die SOS-Grundschule und das Sozialzentrum auf der Maizelands-Farm sind weiterhin in Betrieb und unterstützen die lokale Bevölkerung.
Als Antwort auf die grassierende Aids-Epidemie initiierte SOS-Kinderdorf Simbabwe Anfang 2002 das erste Familienförderprogramm, welches vom SOS-Sozialzentrum aus koordiniert wird. Ziel derartiger Programme ist es, den Kindern, die Gefahr laufen, von ihrer Herkunftsfamilie getrennt zu werden, den Verbleib in ihrer Familie zu sichern. Um dies zu erreichen, arbeitet SOS-Kinderdorf direkt mit den Familien und den jeweiligen Gemeinden und stärkt sie in ihren Kapazitäten, die Kinder bestmöglich zu betreuen und zu schützen. Organisiert wird diese Präventivarbeit gemeinsam mit lokalen Behörden und anderen Sozialpartnern.
Zurzeit gibt es in Simbabwe drei SOS-Kinderdörfer, drei SOS-Jugendeinrichtungen, drei SOS-Kindergärten, fünf SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen, ein SOS-Berufsbildungszentren (Mütter und Mitarbeiterschulung) und sieben SOS-Sozialzentren.