Das SOS-Kinderdorf Freetown liegt etwas außerhalb der Hauptstadt, an der Hauptstraße Richtung Atlantik. Freetown ist mit über 300.000 Einwohnern kulturelles und industrielles Zentrum des Landes. Das SOS-Kinderdorf Freetown umfasst 13 Familienhäuser, Dorfleiterhaus, Gästehaus, Haus für pensionierte Mütter, zwei Jugendwerkstätten, Krankenstation, Verwaltungs- und Servicebereich, offene Rundhütte und Spielplatz.
Der dem SOS-Kinderdorf Freetown angeschlossene SOS-Kindergarten besteht aus fünf Klassenräumen, Montessori-Klasse, Krabbelstube, Mehrzwecksaal und Spielplatz. Ab dem Alter von ca. 15 Jahren werden die SOS-Jugendlichen im SOS-Jugenddorf untergebracht, wo sie von einem Jugendleiter betreut werden. Das Leben im SOS-Jugenddorf bietet den Jugendlichen ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit. Der Aufenthalt im SOS-Jugenddorf (fünf Wohnungen) bzw. dem Übergangsheim (zwei Wohnungen für teilweise verselbständigte Jugendliche) wird mit ca. vier Jahren angesetzt.
Die SOS-Hermann-Gmeiner-Grund- und Sekundarschule wird als eine Art Berufsschule mit vielen praktischen Fächern geführt. Sie umfasst 18 Klassenräumen (12 Grundschulklassen, 6 Sekundarschulklassen), einen Saal für Physik-/Chemieunterricht, fünf Spezialklassen für Kleidermacher/Textiles Werken, Kunsthandwerk, Maschineschreib-/Computerraum und Hausarbeit/Kochen, Spielraum, Bücherei, Schulkantine, Administrations- und Servicebereich, Mehrzweckhalle und Spielplatz.
Das SOS-Berufsbildungszentrum besteht aus drei Gebäuden mit Werkstätten, Büros und einem Klassenraum für die Abteilungen computerunterstützte Entwürfe, Siebdruck, Lithographie, Offsetdruck und Setzdruck. Das Hauptziel der Druckerei ist die Bereitstellung einer qualitativ hochwertigen Berufsausbildung für Jugendliche aus dem SOS-Kinderdorf sowie aus der Nachbarschaft. Insgesamt verfügt die Druckerei über eine Kapazität von 15 Ausbildungsplätzen für Jugendliche (Buben und Mädchen) zwischen 16 und 22 Jahren.
Das SOS-Sozialzentrum Freetown für die Unterbringung von behinderten Kindern ist weit und breit das einzige seiner Art. Es besteht aus einem Trakt für Jungen und einem für Mädchen, wobei für jedes Kind ein Zimmer zur Verfügung steht. Die Kinder erhalten eine spezielle Betreuung und Erziehung, mit dem Ziel, sie trotz ihrer Behinderung zum ehest möglichen Zeitpunkt in die Gesellschaft zu integrieren und ihre Verselbständigung zu fördern. Viele Kinder verbringen dem gemäß nur eine gewisse Zeit im SOS-Sozialzentrum und kehren dann zu ihren Familien zurück.
Das SOS Sozialzentrum Freetown (Familienstärkung, Nachbarschaftshilfe) umfasst eine Schulkantine und versorgt im Rahmen eines Ausspeisungsprogramms alle Schüler der SOS-Hermann-Gmeiner-Grund- und Sekundarschule und teilweise auch deren Eltern mit täglichen Mahlzeiten.
SOS-Sozialzentrum Goderich ist ein Nachbarschaftshilfe- und Familienstärkungsprojekt für etwa 200 Kinder und Jugendliche, an dem einige engagierte Personen und die Ältesten der Gemeinde freiwillig mitarbeiten. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, in enger Zusammenarbeit mit SOS-Mitarbeitern, die Identifizierung hilfsbedürftiger Personen innerhalb der Gemeinde und Prüfung deren Lebensumstände durchzuführen und die Umsetzung der Programme zu unterstützen.