Hauptstadt: Maputo
Fläche: 799.380 km²
Bevölkerungszahl: 19,4 Millionen (Stand Juli 2005)
Bevölkerungsgruppen: Bantustämme
Amtssprache(n): Portugiesisch
Religion(en): Naturreligionen, Christen, Muslime
Währung: 1 Metical = 100 Centavos
SOS-Kinderdorf-Aktivitäten im Land
Aufgrund des seit 16 Jahren tobenden Bürgerkrieges entschloss sich SOS-Kinderdorf International 1986, in Mosambik tätig zu werden. Als Standort für das erste SOS-Kinderdorf wurde Tete, Hauptstadt der gleichnamigen Provinz im Nordosten des Landes, ausgewählt und die feierliche Grundsteinlegung fand 1987 statt. Aufgrund mangelnder Infrastruktur in der näheren Umgebung wurden zusammen mit dem SOS-Kinderdorf ein SOS-Kindergarten, eine SOS-Hermann-Gmeiner-Grund- und Sekundarschule, eine kleine Krankenstation, eine Farm und eine Bäckerei errichtet. Im August 1989 konnte zwischen SOS-Kinderdorf International und der damaligen Volksrepublik Mosambik ein Regierungsabkommen unterzeichnet werden.
Drei Jahre später begannen auf Bitte der First Lady, Frau Chissano, welche die Schirmherrschaft von SOS-Kinderdorf Mosambik übernommen hatte, die Bauarbeiten an einem zweiten SOS-Kinderdorf und zwar in Maputo, etwa sieben Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Auch dieses Projekt umfasste von Anfang an zahlreiche Nebeneinrichtungen. Ein weiteres SOS-Kinderdorf folgte 1999 in Pemba, Hauptstadt der Provinz Cabo Delgado, 2.000 Kilometer nordöstlich von Maputo, wo der Bürgerkrieg die schlimmsten Schäden hinterlassen hatte. Im Juli 2002 öffnete in Pemba das erste SOS-Sozialzentrum seine Pforten. Ziel dieser Einrichtung ist es, wirtschaftlich und sozial benachteiligte Familien zu unterstützen und zu stärken, damit sie nicht auseinander brechen und die Kinder in einem geschützten Umfeld aufwachsen können. Um dies zu erreichen, arbeitet SOS-Kinderdorf direkt mit den Familien und den jeweiligen Gemeinden und stärkt sie in ihren Kapazitäten, die Kinder bestmöglich zu betreuen und zu schützen. Organisiert wird diese Präventivarbeit gemeinsam mit lokalen Behörden und anderen Sozialpartnern.
Im Laufe der Jahre organisierte SOS-Kinderdorf Mosambik zahlreiche Nothilfeprogramme. 1988 wurde aufgrund von Nahrungsmittelknappheit und einer drohenden Hungersnot erstmals ein derartiges Programm für die umliegenden Dörfer des SOS-Kinderdorfes in Tete organisiert. In den 90er-Jahren folgten fünf weitere Hilfsprogramme. Dabei wurden der notleidenden Bevölkerung, vor allem unterernährten Kindern und deren Müttern, schwangeren Frauen und alten Menschen, Nahrungsmittel und medizinische Grundversorgung zur Verfügung gestellt. Als im Februar 2000 ein tropischer Sturm die südlichen Provinzen Gaza und Maputo verwüstete, verteilte das SOS-Kinderdorf Maputo Medikamente an Familien in der Nachbarschaft und stellte die Trinkwasserversorgung sicher. Mit der großzügigen Hilfe von Nick Peters, einem Architekten aus England, und freiwilligen Helfern konnten 16 einfache Häuser errichtet werden, in denen Familien, die Waisenkinder aufgenommen hatten, ein neues Zuhause fanden.
Zurzeit gibt es in Mosambik fünf SOS-Kinderdörfer, drei SOS-Jugendeinrichtungen, fünf SOS-Kindergärten, vier SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen, ein SOS-Berufsbildungszentrum (Mütter- und Mitarbeiter-Schulung) und sieben SOS-Sozialzentren. Ein weiteres SOS-Kinderdorf ist in Bau.