Hauptstadt: Port Louis
Fläche: 1860 km²
Bevölkerungszahl: 1,2 Millionen (Stand Juli 2005)
Bevölkerungsgruppen: Nachfahren indischer Einwanderer, Kreolen
Amtssprache(n): Englisch
Religion(en): Hindus, Muslime
Währung: 1 Mauritius-Rupie = 100 Cent
SOS-Kinderdorf-Aktivitäten im Land
Erste Kontakte hinsichtlich der Errichtung eines SOS-Kinderdorfes wurden mit der Regierung auf Mauritius 1988 geknüpft. Schon 1989 konnte ein Regierungsabkommen unterzeichnet werden und im selben Jahr wurde auch der lokale SOS-Kinderdorf-Verein offiziell registriert. Die Regierung, welche die Initiativen von SOS-Kinderdorf International sehr begrüßt, stellte ein Grundstück in Beau Bassin, 20 km südlich der Hauptstadt Port Louis, zur Verfügung und mit dem Bau des SOS-Kinderdorfes konnte 1990 begonnen werden.
Die ersten Jugendlichen erreichten 1996 ein Alter, wo sie sich in einem SOS-Jugendhaus außerhalb des SOS-Kinderdorfes auf ein selbständiges Leben vorbereiten sollen und für diesen Zweck wurden acht Wohnungen, ca. zwei Kilometer vom SOS-Kinderdorf entfernt, gekauft.
Obwohl Mauritius ein beliebtes Touristenziel ist, gibt es dennoch sehr viel Armut, vor allem in den touristisch wenig erschlossenen Gebieten. Da es zwar Kinderhilfseinrichtungen gibt, jedoch nicht in ausreichendem Maße und in teilweise unzureichender Qualität wurde beschlossen, ein weiteres SOS-Kinderdorf auf der Insel zu errichten. Die Regierung stellte für dieses Vorhaben ein passendes Grundstück in Bambous, der Hauptstadt des Bezirkes Black River, 20 km südlich des bereits bestehenden SOS-Kinderdorfes, zur Verfügung. Im November 2003 konnten die ersten Kinder ihr neues Zuhause beziehen.
2004 wurde in Bambous ein Pilotprojekt zur Unterstützung und Stärkung bedürftiger Kinder und deren Familien gestartet, welches 2005 aufgrund des großen Erfolges in eine permanente Einrichtung umgewandelt wurde. Ziel des Familienförderprogramms ist es, den Kindern, die Gefahr laufen, von ihrer Herkunftsfamilie getrennt zu werden, den Verbleib in ihrer Familie zu sichern. Um dies zu erreichen, arbeitet SOS-Kinderdorf direkt mit den Familien und den jeweiligen Gemeinden und stärkt sie in ihren Kapazitäten, die Kinder bestmöglich zu betreuen und zu schützen. Organisiert wird diese Präventivarbeit gemeinsam mit lokalen Behörden und anderen Sozialpartnern.
Zurzeit gibt es auf Mauritius zwei SOS-Kinderdörfer, eine SOS-Jugendeinrichtung, zwei SOS-Kindergärten, zwei SOS-Sozialzentren (Familienförderprogramme) und ein SOS-Berufsbildungszentrum.