Hauptstadt: Gaborone
Fläche: 585.372 km²
Bevölkerungszahl: 1,6 Millionen (Stand Juli 2005)
Bevölkerungsgruppen: Tswana, Bakalanga, San, Europäer und Asiaten
Amtssprache(n): Setswana, Englisch
Religion(en): Naturreligionen, der Rest mehrheitlich christlicher Glaube
Währung: 1 Pula = 100 Thebe
SOS-Kinderdorf-Aktivitäten im Land
Nach ersten Kontaktaufnahmen im Jahre 1980 wurde 1981 der lokale Verein "SOS Children's Village Association of Botswana" gegründet. Drei Jahre später ging das erste SOS-Kinderdorf in Tlokweng, einem kleinen Ort, etwa zwölf Kilometer von der Hauptstadt Gaborone entfernt, in Bau. Bei der Fertigstellung 1986 umfasste das SOS-Kinderdorf sechs Familienhäuser, einen Kindergarten und eine Hühnerfarm. Aufgrund des ständig steigenden Bedarfs wurde das SOS-Kinderdorf Tlokweng in den Jahren 1991 und 1999 zuerst auf zehn und später auf insgesamt 15 Familienhäuser erweitert.
Grund für die zweite Erweiterung war insbesondere, dass sich die Situation der Waisenkinder in Botsuana weiterhin als äußerst schwierig erwies, und die ständig steigende Zahl an AIDS infizierten Menschen einen dramatischen Anstieg an Waisenkindern prophezeite. Mit den Jahren stieg auch der Bedarf an geeigneten Unterkünften für die heranwachsenden SOS-Kinderdorf-Jugendlichen. So wurden zwischen 1993 und 1995 auf dem Gelände des SOS-Kinderdorfes und in der Hauptstadt Gaborone die ersten Jugendhäuser eingerichtet.
1997 konnte das SOS-Kinderdorf Tlokweng mit lokaler Unterstützung um zwei einfache Ausbildungszentren für SOS-Jugendliche ergänzt werden. Dort werden Kurse in den Bereichen Tischlerei, Schweißen, Hauswirtschaft und Kunsthandwerk angeboten. Ebenfalls im Jahr 1997 fand in Francistown, einer Stadt im Norden des Landes, die Grundsteinlegung für Botsuanas zweites SOS-Kinderdorf statt, das bereits ein Jahr später seinen Betrieb aufnehmen konnte.
2006 wurde mit dem Bau des dritten SOS-Kinderdorfes in Serowe begonnen. Der Bau erfolgte in mehreren Phasen und konnte 2010 abgeschlossen werden.
2008 startete SOS-Kinderdorf Familienstärkungsprogramme. Ziel dieser Programme ist es, Kindern, die Gefahr laufen, von ihrer Herkunftsfamilie getrennt zu werden, den Verbleib in ihrer Familie zu sichern. Um dies zu erreichen, arbeitet SOS-Kinderdorf direkt mit den Familien und den jeweiligen Gemeinden und stärkt sie in ihren Kapazitäten, die Kinder bestmöglich zu betreuen und zu schützen. Organisiert wird diese Präventivarbeit gemeinsam mit lokalen Behörden und anderen Sozialpartnern.
Zurzeit gibt es in Botsuana drei SOS-Kinderdörfer, zwei SOS-Jugendeinrichtungen, drei SOS-Kindergärten und zwei SOS-Sozialzentren (Familienstärkungsprogramme).
Website von SOS-Kinderdorf Botsuana
(verfügbar auf Englisch)