Lubango, die Hauptstadt der Provinz Huila, liegt rund 1.000 Kilometer südlich der angolanischen Hauptstadt Luanda. Das 19 Hektar große Gelände befindet sich ca. drei Kilometer außerhalb von Lubango in einer sehr fruchtbaren, hügeligen Region, die vor allem landwirtschaftlich genutzt wird. Das SOS-Kinderdorf ist wunderschön gelegen und bietet den Kindern viele Möglichkeiten für ihre Freizeitgestaltung und ihre persönliche Entwicklung. Die Eröffnungsfeier fand am 31. März 1998 im Beisein von Helmut Kutin, Präsident von SOS-Kinderdorf International, und vielen Ehrengästen statt.
Das SOS-Kinderdorf Lubango besteht aus zwölf Familienhäusern, einem Verwaltungs- und Servicebereich, einem Sportplatz und Häusern für die SOS-Tanten (unterstützen die SOS-Kinderdorf-Mütter und vertreten sie im Falle ihrer Abwesenheit) und den Dorfleiter. Bis zu 120 Kinder können dort ein neues Zuhause finden.
Der angeschlossene SOS-Kindergarten umfasst fünf Gruppenräume, eine Küche, einen Spielplatz und bietet Platz für bis zu 125 Kinder. In der SOS-Hermann-Gmeiner-Schule können bis zu 680 Schüler ihre Grundschulausbildung absolvieren; sie besteht aus achtzehn Klassenräumen, drei Räumen für praktischen Unterricht und einem Sportplatz. Über 500 Patienten werden monatlich im SOS-medizinischen Zentrum versorgt und im SOS-Berufsbildungszentrum werden neben landwirtschaftlichen Kursen auch Schneiderei sowie Alphabetisierungsprogramme für Kinder aus der Nachbarschaft angeboten. In der SOS-Jugendeinrichtung sind bis zu 24 Jugendliche während ihrer Berufsausbildung oder ihrer weiterführenden schulischen Bildung untergebracht und können sich dort mit Hilfe ihrer Betreuer auf ein selbständiges Leben vorbereiten. Das Familienförderprogramm zielt darauf ab, Familien soweit zu stärken, dass sie selbst für die Betreuung der Kinder sorgen können und den Kindern somit den Verbleib in ihren Familien zu ermöglichen. Die angebotenen Maßnahmen beinhalten Stipendien, die Finanzierung von Schuluniformen und Schulmaterialien und medizinische Grundversorgung sowie einkommenssichernde Maßnahmen. Auch eine lokale Schule und ein Waisenhaus erhalten materielle Unterstützung.