Das SOS-Kinderdorf Bata liegt im Stadtteil San Pedro de Lea, ca. zwei Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Bata ist die zweitgrößte Stadt des Landes und gleichzeitig Hauptstadt des Festlandterritoriums; die Hauptstadt Äquatorialguineas, Malabo, liegt auf der Insel Bioko. Um ins SOS-Kinderdorf zu gelangen, nimmt man am besten die Straße Richtung Niefang bis zur Kreuzung von Mondoasi oder jener beim Krankenhaus und fährt dann Richtung Ngolo, wo sich auch das Kongressgebäude befindet. San Pedro de Lea ist ein Wohnviertel, das vor allem von Leuten aus der Mittelschicht bewohnt wird und über eine sehr gute Verkehrsanbindung verfügt.
Das SOS-Kinderdorf Bata, das im Januar 2000 eröffnet wurde, hat eine Aufnahmekapazität von bis zu 100 Kindern und besteht aus insgesamt 10 Familienhäusern, einem Dorfleiterhaus, einem Verwaltungsgebäude und einem Haus für die SOS-Tanten (SOS-Kinderdorf-Mütter in Ausbildung, die die SOS-Kinderdorf-Mütter tatkräftig unterstützen).
Außerdem verfügt es über einen Kindergarten und zwei Schulen: eine Grund- und eine Sekundarschule. Der SOS-Kindergarten bietet 30 Kindern Platz und besteht aus sechs Klassenräumen. Er wurde im September 1996 eröffnet und verfügt über eine Küche, in der warme Mahlzeiten für die Kinder zubereitet werden. In der SOS-Hermann-Gmeiner-Grundschule können bis zu 380 Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden. Sie setzt sich aus 10 Klassenzimmern, einer Bibliothek sowie Büroräumlichkeiten zusammen und ging im September 1998 in Betrieb. Die Hermann-Gmeiner-Sekundarschule bietet 180 Schülerinnen und Schülern Platz. Sie besteht aus den gleichen Räumlichkeiten wie die Grundschule (10 Klassenzimmer, eine Bibliothek sowie Büroräumlichkeiten) und wurde im September 2002 eröffnet. Die drei Schulen stehen nicht nur den Kindern aus dem SOS-Kinderdorf, sondern auch jenen aus der Nachbarschaft offen.
2001 wurde ein SOS-medizinisches Zentrum errichtet, um eine effiziente medizinische Betreuung für die Bevölkerung zu gewährleisten und verschiedene Präventionsmaßnahmen auf lokaler Ebene durchzuführen. Das Zentrum verfügt über einen Behandlungsraum mit Betten, ein Untersuchungszimmer, ein Labor, eine Apotheke sowie einen Operations- und Kreissaal. Es besteht auch aus einem Empfangs- und Verwaltungsbereich. Seit seiner Inbetriebnahme werden dort monatlich bis zu 2050 Patienten behandelt.