HIV/AIDS  

Im Kampf gegen HIV und AIDS arbeitet SOS-Kinderdorf mit Kindern und Jugendlichen, lokalen Gemeinden, sonstigen NGOs und Regierungen zusammen. AIDS ist eine vermeidbare Krankheit, Aufklärung der Schlüssel dazu.

Über 14 Millionen Kinder weltweit haben einen oder beide Elternteile durch AIDS verloren. Die Krankheit hat viel Leid auf der ganzen Welt verursacht und verzeichnet einmal mehr einen Anstieg in Osteuropa. Doch Afrika bleibt mit Abstand der am stärksten betroffene Kontinent. Fast 90 Prozent aller Menschen mit HIV leben in Afrika, und mehr als 90 Prozent aller Todesfälle an AIDS gibt es in hier, obwohl weniger als 15 Prozent der Weltbevölkerung dort lebt. Die Verbreitung von HIV/AIDS aufzuhalten bzw. umzukehren ist eine der UN-Milleniumsziele.

SOS-Kinderdorf schloss sich dem Kampf in den 90er Jahren an

Als globale Organisation, die für den Schutz und die Unterstützung der Kinder kämpft, die keine entsprechende elterliche Betreuung haben, hat SOS-Kinderdorf in den 90er Jahren damit begonnen, sich als Teil seines Auftrags und als Reaktion auf die Situation auf den Kampf gegen HIV/AIDS zu konzentrieren.

Information ist der Schlüssel gegen eine Infektion und Stigmatisierung

Wenn Kinder und Jugendliche einen Lebensstil wählen können sollen, der sie davor schützt, sich mit HIV zu infizieren, dann muss ihnen Zugang zu ihrem Alter entsprechender Information und Aufklärung über die Krankheit ermöglicht werden. Es ist außerdem auch notwendig, die Erwachsenen aufzuklären, sodass sie weiterhin für ihre Kinder sorgen können: Mit der entsprechenden medizinischen, finanziellen und psychologischen Unterstützung können Menschen, die HIV-positiv sind oder mit AIDS leben, ein sehr aktives Leben führen. SOS-Kinderdorf geht aktiv gegen die Stigmatisierung und den Ausschluss von Menschen aufgrund ihres HIV-Status' vor.

Vereinte Kräfte mit Gemeinden und Familien

SOS-Kinderdorf betreibt eine große Anzahl an Aufklärungs-, Präventions- und Behandlungsprogrammen durch seine SOS-medizinischen Zentren, SOS-Gemeinschaftszentren und Gemeindeprojekte. In Zusammenarbeit mit Gemeinden und lokalen Behörden erhalten Familien Unterstützung, um die Fähigkeit zu fördern, ihre Kinder zu schützen und für sie zu sorgen (z. B. Erzielung von Einkommen, elterliche Fähigkeiten) und um Zugang zu wichtigen Leistungen (z. B. Bildung, Gesundheitsversorgung) zu erhalten. Die SOS-medizinischen Zentren bieten Betreuung und Aufklärung zur Prävention der Krankheit und psychologische Unterstützung.

HIV/AIDS-Politik von SOS-Kinderdorf 2008 beschlossen

Im Jahr 2008 wurde die globale HIV/AIDS Politik „Gemeinsamer Kampf gegen HIV und AIDS“ (Englisch, pdf) beschlossen. Es beschreibt die Position des SOS-Kinderdorfs zum Thema und legt den Aktionsrahmen fest.

Quellen: UNAIDS