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| Das neue SOS-Kinderdorf in Meulaboh/Indonesien - Foto: S. Posingis |
In der Hauptstadt des Bezirks Aceh Barat starben durch die Flutwellen geschätzte 40.000 Menschen. Knapp drei Jahre nach der Katastrophe zogen die Kinder mit ihren SOS-Kinderdorf-Müttern in das neue Dorf.
Fast alle sind Überlebende des Tsunami, auch die Mütter. Manche Kinder haben beide Eltern verloren oder Vater oder Mutter. Und Geschwister. Manchmal sind die Hinterbliebenen aus unterschiedlichen Gründen nicht in der Lage, sich um die Kinder zu kümmern. Dazu kommen noch Kinder aus zerrütteten Familienverhältnissen.
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| SOS-Kinderdorf-Mutter aus Meulaboh - Foto: S. Posingis |
Viele Frauen, die nun eine "neu" gewachsene Familie umsorgen, haben ihre Ehemänner und Kinder verloren. So wie Yusmanidar, die mit den zwei leiblichen Kindern, die ihr geblieben sind, im Beruf der SOS-Kinderdorf-Mutter wieder Halt und Sinn gefunden hat.
Insgesamt entstanden im Zuge der Wiederaufbauhilfe sechs neue SOS-Kinderdörfer: zwei in Indien (Pondicherry und Nagapattinam), drei in Indonesien (Medan, Banda Aceh und Meulaboh) und eines in Thailand (Phuket). Das geplante SOS-Kinderdorf an der Ostküste von Sri Lanka konnte wegen des wieder aufgeflammten Bürgerkriegs nicht realisiert werden. Dank der großzügigen Spenden sind die Unterhaltskosten über Jahre gedeckt.
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| Im SOS-Kinderdorf Medan/Indonesien - Foto: S. Posingis |
Die neuen SOS-Kinderdörfer haben Platz für über 800 Kinder. Und die Standorte wurden so gewählt, dass benachteiligte Familien im Einzugsgebiet der SOS-Kinderdörfer von einer breiten sozialen Infrastruktur (Familienförderung, Kindergärten, Sozial- und Ausbildungszentren) nachhaltig profitieren.
Nasrudin sagt mit leiser Stimme, dass ihn manchmal die Bilder von damals einholen und sogar die Erinnerung an diesen seltsamen Geruch. Dann kann er fast nicht atmen. Er war das erste Kind, dessen Aufnahme im SOS-Kinderdorf in Meulaboh feststand. Verschwinden diese Schattenbilder wieder, lächelt er und sagt: "Später werde ich SOS-Kinderdorf-Leiter und helfe anderen Kindern, die ihre Eltern verloren haben."
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| Meulaboh/Indonesien - Foto: S. Posingis |
"Meine Trauer wurde mit jedem Tag schwächer, weil ich sah, wie die Kinder mit der Tragödie fertig wurden. Sie geben mir Kraft und Lebenssinn." SOS-Kinderdorf-Mutter Yusmanidar, Meulaboh