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| Komari/Sri Lanka: stolzer Besitzer eines neuen Hauses - Foto: S. Posingis |
Die Schwierigkeiten lassen sich im Einzelnen nicht wiedergeben. In Sri Lanka bündelten sich sämtliche Probleme, die sich für viele Hilfsorganisationen beim Wiederaufbau ergaben. Grundstücks- und sonstige Interessenskonflikte, gesetzliche Auflagen, die sich häufig änderten, politische Auseinandersetzungen bis hin zu gewalttätigen Zwischenfällen. In diesem Licht müssen gerade die Bauprojekte, die SOS-Kinderdorf-Mitarbeiter in Sri Lanka unter phasenweise gefährlichen Bedingungen verwirklichten, besonders hervorgehoben werden. SOS-Kinderdorf war die erste Non-Profit-Organisation in Sri Lanka, die mit der Regierung ein bilaterales Abkommen zum Aufbau eines ganzen Dorfes abschließen konnte.
Es wurden Wohnhäuser gebaut, die einerseits den örtlichen Gegebenheiten und andererseits den Bedürfnissen der Familien entsprechen. Auch die gesamte Infrastruktur von Dörfern (Verkehrswege, Wasser- und Stromversorgung, Kanalisation) wurde wiederhergestellt. Allein in Komari, einem Fischerdorf an der Ostküste von Sri Lanka, entstanden über 600 neue Häuser, dazu noch wichtige soziale Einrichtungen für Kindergärten, Schulen, Gesundheitsstationen und Beratungsstellen. Auch der Häuserbau in den zerstörten Dörfern Sumatras konnte trotz enormer logistischer Herausforderungen im geplanten Zeitraum und unter aktiver Mithilfe der Betroffenen bewerkstelligt werden.
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| Hausbau in Kayankerni/Sri Lanka - Foto: S. Posingis |
Von Komari über Pudukuppam an Indiens Küste bis nach Gampong Cot in Indonesien standen die Menschen buchstäblich vor dem Nichts. Ganze Dörfer waren verschwunden und mit ihnen Menschen und alles Erarbeitete. Raju, pensionierter Postmeister von Komari, wollte seinen Ruhestand genießen. Stattdessen verlor er sein Haus, das er seiner Tochter als Mitgift vermachen wollte. Er und seine Familie haben mittlerweile wieder ein kleines Eigenheim. So wie tausende andere Familien. Und was noch wichtiger ist: damit kam auch der Glaube an die Zukunft zurück und das Vertrauen, es zu schaffen.
UN-Habitat, das Wohn- und Siedlungsprogramm der Vereinten Nationen, veröffentlichte im April 2006 eine Studie, die den Wiederaufbau von Familienhäusern von rund 35 Organisationen in Indonesien unter die Lupe nahm. Bewertet wurden Mitbestimmung der Betroffenen, Bauqualität und Vergabeprozedere. Die Projekte von SOS-Kinderdorf rangierten unter den besten, der Hausbau in Suak Raya erhielt die Höchstnote.