Mit Stand April 2006 kann SOS-Kinderdorf in Lateinamerika über die folgenden Entwicklungen berichten:
- Neue Familienstärkungsprogramme werden gerade in Uruguay (Salto), Ecuador (Portoviejo), Brasilien (Recife), Mexiko (Comitán und Tehuacán), Guatemala (San Pablo La Laguna und San Juan Sacatepequez), Haiti (Santo und Puerto Príncipe) und Honduras (Choluteca) eingerichtet.
- Dank der mit den Gemeindezentren gewonnenen Erfahrungen können die Programme nun auf alle jene Länder in Lateinamerika ausgedehnt werden, wo SOS-Kinderdorf aktiv ist. Im Zuge der Verwirklichung dieses Zieles werden eine Anzahl von SOS-Kindergärten (in Bolivien, Kolumbien, Peru, Uruguay, Mexiko und Honduras) umstrukturiert und in die Familienförderprogramme eingebettet.
- Die Regierungen Chiles und Venezuelas haben die Finanzierung der Bildungsprogramme übernommen.
- SOS-Kinderdorf Brasilien hat seine Schulen den Gemeinden "in comodato" (kostenlos) zur Verfügung gestellt. Die Einrichtungen können von Regierungs- und Nicht-Regierungsorganisationen genutzt werden, SOS-Kinderdorf bleibt jedoch der Eigentümer.
- SOS-Kinderdorf Guatemala hat für die Kinderbetreuung in Gemeindeprogrammen Zuschüsse von der Regierung erhalten.
- In Mexiko haben die lokalen Behörden Gemeindeeinrichtungen für die Nutzung durch SOS-Kinderdorf für Aktivitäten zur Familienförderung zur Verfügung gestellt.
Die Kennzahlen in Bezug auf Begünstige und Kosten haben sich folgendermaßen entwickelt (in SOS-Kinderdörfern lebende Kinder nicht mit eingeschlossen):
Aufbauend auf der guten Resonanz seitens der Regierungs- und Nicht-Regierungsorganisationen in Lateinamerika versucht SOS-Kinderdorf weitere Unterstützung (finanzielle Mittel, technische und infrastrukturelle Maßnahmen, Personal…) durch die Regierungen zu bekommen, um die Nachhaltigkeit der Programme in Venezuela, Kolumbien, Ecuador, Chile, Bolivien, Brasilien, Guatemala und Mexiko sicherzustellen.
Die Zusammenarbeit mit NGOs (beispielsweise "Las Dignas" in El Salvador) und auch Bürgerorganisationen (beispielsweise "Tejiendo Pensamientos" in Guatemala) wird in fast allen Ländern ausgeweitet. Diese Organisationen werden auch dazu eingeladen, Partnerschaften und Allianzen mit SOS-Kinderdorf zu bilden und aktiv die Familienförderprogramme zu unterstützen.
Potential liegt in der Ausweitung der Förderung von Frauen in kritischen wirtschaftlichen und sozialen Situationen (persönliche Entwicklung, Alphabetisierung, Frauengesundheit und Sexualität, Berufsausbildung, Eingliederung in das oder/und Sicherung des Erwerbslebens und Aufklärung in Menschenrechtsfragen). Die Ergebnisse dieser Prozesse sind entscheidend für die Entwicklung bei Müttern und Kindern.