ERGEBNISSE 2010
- Im Jahr 2010 beliefen sich unsere Gesamteinnahmen auf 865 Mio. EUR, einem Anstieg von 8 % gegenüber 2009 (800 Mio. EUR).
- Die lokalen Einnahmen in Lateinamerika, Afrika und Asien stiegen um 24 % oder 13,1 Mio. EUR, von 53,6 auf 66,7 Mio. EUR.
- Trotz der unbeständigen wirtschaftlichen Situation stieg unser Einkommen durch einzelne Spender und Sponsoren um fast 27 Mio. EUR, von 445,6 auf 472,2 Millionen Euro.
- SOS-Kinderdorf baut seine Arbeit mit Herkunftsfamilien weiter aus und verwendete 2010 36,7 Mio. EUR darauf. Das sind 8 Mio. EUR mehr als im Jahr 2009.
EINNAHMEN
Nach Art der Spender
Seit jeher erhält SOS-Kinderdorf eine große Anzahl von Spenden von Einzelspendern in der ganzen Welt. Dementsprechend stammen 56 % der Gesamteinnahmen im Jahr 2010 von diesen Personen.
Unternehmensspenden beliefen sich 2010 auf 61 Mio. EUR. Das ist ein Anstieg um 15 % oder 8 Mio. EUR im Vergleich zu 53 EUR im Jahr 2009.
Nach Kontinenten
89 % oder 772,8 Mio. EUR der gesamten finanziellen Einnahmen von SOS-Kinderdorf stammen von den 18 SOS-Fördervereinen in Westeuropa und Nordamerika. Diese 18 nationalen Verbände sichern nicht nur den Ausbau der internationalen Arbeit von SOS-Kinderdorf, viele von ihnen betreiben auch inländische SOS-Programme.
Dies sind die 10 Länder mit den höchsten Einnahmen in Mio. Euro:
- Deutschland: 370
- Österreich: 79
- Norwegen: 60
- Frankreich: 57
- Spanien: 36
- Schweden: 25
- Niederlande: 22
- Dänemark: 21
- Italien: 15
- Schweiz: 14
AUSGABEN nach Programm und Geografie
Nach Programm
Die finanzielle Unterstützung geht in erster Linie an SOS-Familien und familienpädagogische Kinderbetreuung. In den letzten zwei Jahren haben sich die Ausgaben für Arbeit mit Herkunftsfamilien um fast 13 Mio. EUR oder fast 53 % auf 36,7 Mio. EUR erhöht. SOS-Kinderdorf fokussiert nun stärker auf die Entwicklung von Modellen, um das natürliche familiären Umfeld zu stärken.
Für den Betrieb von Bildungseinrichtungen wie SOS-Kindergärten, SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen und SOS-Berufsbildungszentren wurden rund 12 % ausgegeben. Vor allem durch die extremen Notfälle in Haiti, Lateinamerika und Afrika beliefen sich die Ausgaben für Nothilfeprogramme auf 2 % der Gesamtausgaben.
16 % der Programmkosten erwuchsen aus der Ausbildung von Betreuungspersonen als auch für die Nationalbüros, die die Implementierung und den Betrieb aller Programme unterstützen.
Nach Geografie
Obwohl rund 90 % unseres weltweiten Einkommen aus Westeuropa und Nordamerika stammt, werden weniger als 50 % der Gelder für die gesamten Programmkosten, Programm-Unterstützung und Bauvorhaben dort ausgegeben.
Das liegt daran, dass die laufenden Kosten für Programme in Europa höher als in anderen Regionen sind. 25 % der Ausgaben werden durch inländische Subventionen nationaler Regierungen, die an den Einsatz in dem jeweiligen Land gebunden sind, gedeckt. Sie stehen daher nicht für internationale Finanzierungen zur Verfügung.
TRANSPARENZ
Die gemeinsame interne Kontrolle von SOS-Kinderdorf International und den Fördervereinen sorgt für Transparenz des gesamten Finanzprozesses. Jeder Mitgliedsverband von SOS-Kinderdorf wird durch lokale, unabhängige und anerkannte Auditoren geprüft. Wie in der Satzung manifestiert, ist der Dachverband SOS-Kinderdorf International in Innsbruck, Österreich, auch verpflichtet, ein Audit durchzuführen. Wie in den vergangenen Jahren führte Ernst & Young auch 2010 die Prüfung durch.
Das weltweite Finanz-Ergebnis 2010 ist ein Überschuss von 20,7 Mio. EUR. Dieser wird darauf verwendet, in der Zukunft noch mehr SOS-Kinderdorf-Programme umzusetzen. Der Anstieg der Kosten von 14,4 % liegt an höheren Lebenshaltungskosten in den begünstigten Ländern (+7,9 % in lokaler Währung), des Anstiegs der Zahl der Begünstigten (+2,9 % in SOS-Familien und familienpädagogischer Kinderbetreuung, der Arbeit mit Herkunftsfamilien, die für das gesamte Wachstum repräsentativ ist), und der Entwicklung des Euro zum US-Dollar (nur USD-Empfängerländer) in Höhe von 3,3 %.