Geschichte von SOS-Kinderdorf 

1949: Gründung des österreichischen SOS-Kinderdorf-Vereins durch Hermann Gmeiner und Bau des ersten SOS-Kinderdorfes in Imst, Österreich.

1955: Errichtung der ersten SOS-Jugendeinrichtung in Innsbruck, Österreich. Gründung von SOS-Kinderdorf-Vereinen in Frankreich, Deutschland und Italien.

1960: Gründung von SOS-Kinderdorf International als Dachverband für alle SOS-Kinderdorf-Vereine. Beginn der SOS-Kinderdorf-Arbeit in Lateinamerika (Uruguay).

1963: Erste SOS-Kinderdörfer entstehen in Asien (Südkorea und Indien).

1970er: Erstes afrikanisches SOS-Kinderdorf in Côte d'Ivoire (ehemalige Elfenbeinküste). Weitere Gründungen in Ghana, Kenia und Sierra Leone.

1985: Helmut Kutin übernimmt das Präsidentenamt von Hermann Gmeiner.

1986: Hermann Gmeiner stirbt am 26. April 1986. Es gibt bereits über 230 SOS-Kinderdörfer weltweit. Hermann Gmeiner selbst und SOS-Kinderdorf als Hilfsorganisation wurden mehrfach für den Friedensnobelpreis nominiert.

1991: SOS-Kinderdörfer in der Tschechoslowakei reaktiviert. Erste SOS-Kinderdörfer in Polen und der Sowjetunion, neue Projekte in Bulgarien und Rumänien. Gründung des ersten SOS-Kinderdorfes in den USA.

1995: UNO-Mitgliedschaft: SOS-Kinderdorf International ist "NGO in consultative status with the Economic and Social Council of the United Nations".

2002: SOS-Kinderdorf International erhält den Conrad N. Hilton Humanitarian Prize, die weltweit höchst dotierte humanitäre Auszeichnung  für außergewöhnliche Leistungen zur Linderung menschlichen Leidens.

2005: Nach der Tsunami-Katastrophe in Südasien leistet SOS-Kinderdorf Soforthilfe und Wiederaufbauarbeit - dem umfangreichsten Nothilfeprogramm seiner Geschichte - in Indien, Sri Lanka, Indonesien und Thailand.

2007:  SOS-Kinderdorf setzt sich für Opfer von Naturkatastrophen in Bolivien, Uruguay, Peru und Indonesien sowie für Not leidende Menschen in Krisengebieten in Sudan, Tschad und Somalia ein. Die 2003 initiierten Familienstärkungsprogramme kommen 80.000 Kindern zugute. 

2009: Zum 60-jährigen Jubiläum wird das 500. SOS-Kinderdorf eröffnet. Mehr als 73.400 Kinder und Jugendliche wachsen in SOS-Kinderdörfern und Jugendwohngruppen in 132 Ländern und Territorien auf; mehr als 1,2 Millionen Kinder und Erwachsene erhalten Unterstützung durch umfangreiche soziale Angebote. Die Richtlinien zur alternativen Betreuung von Kindern, von SOS-Kinderdorf maßgeblich mitkonzipiert, werden von der UN-Generalversammlung offiziell begrüßt.

2010: Nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti werden mehr als 500 unbegleitete Kinder in den SOS-Kinderdörfern in Santo und Cap Haitien aufgenommen. Tausende Kinder werden monatelang durch Nothilfeprogramme unterstützt. Die Wiederaufbauprojekte von SOS-Kinderdorf sind für zehn Jahre anberaumt.