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| Mütter aus dem Mütterausbildungszentrum Rionegro |
1999 gründete SOS-Kinderdorf das SOS-Mütterausbildungszentrum in Rionegro, einer ländlichen Gemeinde, die ca. 40 Minuten von Medellin entfernt liegt. Ziel war es eine permanente berufliche Ausbildung anzubieten und die gegenwärtigen und künftigen SOS-Kinderdorf-Mütter zu unterstützen.
SOS-Kinderdorf hat weltweit solche Ausbildungszentren gegründet, um die Fähigkeiten und notwendigen Kompetenzen von Kandidatinnen, die Verantwortung als SOS-Kinderdorf-Mütter übernehmen sollen, weiterzuentwickeln. Die streng geregelte Ausbildung beinhaltet mehrere Monate theoretischer und praktischer Schulung sowohl im Ausbildungszentrum als auch in den Dörfern selbst. Sie besteht aus pädagogischen Modulen und der Schwerpunkt liegt in der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen.
Folgende Fähigkeiten werden im Ausbildungszentrum unter anderem gelehrt: die Handhabung von Abläufen zur Kinderbetreuung, die Handhabung von Interventionsprojekten, Kochen, Putzen und viele weitere Fähigkeiten, die notwendig sind, um den Kindern die bestmögliche Erziehung zu geben. Außerdem lernen die Kandidatinnen zusammenzuarbeiten und lernen voneinander.
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| Mariela, eine SOS-Kinderdorf-Mutter und ihre Kinder |
Die gesamte Ausbildung dauert zwei Jahre, am Ende wird den SOS-Kinderdorf-Müttern ein Diplom überreicht. Während der Ausbildung arbeiten sie als "SOS-Tanten (Familienhelferinnen)". In dieser Rolle helfen sie im Haushalt mit und unterschützen die erfahrenen SOS-Kinderdorf-Mütter in der Kinderbetreuung in unterschiedlichen Dörfern des Landes.
Seit mittlerweile zwei Jahren und unter Berücksichtigung, dass SOS-Kinderdorf Kolumbien stetig wächst, findet im ehemaligen Mütterausbildungszentrum ein Wandel statt, der den Beginn einer neuen Ära darstellt, die sich durch eine Modernisierung der Ausbildung und einen Fokus auf breitere Ausbildungsmöglichkeiten auszeichnet. Der Hauptfokus liegt in der Qualität der Ausbildung deren Ziel es ist, Trainingprozesse zu entwickeln, die in Übereinstimmung mit den Anforderungen der kolumbianischen Regierung stehen und die auf nationaler und internationaler Ebene anerkannt werden. Das neue SOS-Berufsbildungszentrum Rionegro trägt so dazu bei, die Ziele der Organisation im Bereich der Kinder- und Jugendbetreuung zu erfüllen. Es ist nun ein Ausbildungszentrum für alle Mitarbeiter der Organisation. Dennoch wird es für die Mütter weiterhin "ihr Haus" bleiben.
Ein neuer, anderer Ausbildungsfokus
Die derzeitige Ausbildung im Zentrum basiert auf der Entwicklung von Arbeitsinstrumenten mithilfe derer Frauen, die in der Organisation tätig sind, ein höheres Maß an Selbstständigkeit entwickeln können. Mariela Torres aus dem SOS-Kinderdorf Bogota berichtet diesbezüglich: "Was ich im Ausbildungszentrum lerne, brauche ich für die Arbeit zuhause." Für sie war die Schulung sehr wichtig. "Das in der Ausbildung gelernte wird dann im Dorf in die Praxis umgesetzt."
Das Ausbildungszentrum ist auch ein Schmelztiegel der verschiedenen Kulturen des Landes. "Die Begegnung anderer Kulturen unseres Landes ist etwas Schönes. Wir lernen kulinarische Traditionen und sprachliche Eigenheiten aus allen Regionen dieses Landes kennen. Dies ist sehr wertvoll und hilft uns, die Kulturen der Kinder die aus dem ganzen Land zu uns kommen, zu verstehen und zu akzeptieren", erklärt Mariela Torres.
Wandel kann positiv sein
Mariela Torres sieht den Wandel des Berufsausbildungszentrums folgendermaßen: "Der Wandel war sehr positiv. Alle ist nun viel praktischer. Wir entwickeln Instrumente für die Arbeit im Dorf. Wenn es Probleme gibt und wir keine Lösungen wissen, erhalten wir Hilfe, um sie analysieren und lösen zu können.
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| SOS-Kinderdorf-Mutter Luz Marina und ihre Kinder |
Und Luz Marina Leon, eine erfahrene SOS-Kinderdorf-Mutter aus dem SOS-Kinderdorf Rionegro, fügt hinzu: "Jeder Wandel ist auch mit Ängsten verbunden, aber das hängt mit der Qualitätspolitik zusammen. So wie die Welt, müssen auch wir uns weiterentwickeln. Ich finde das sehr gut, weil wir an den pädagogischen und sozialen Anforderungen der Welt teilnehmen. Wir hören nicht nur jemanden zu, der Ahnung hat, wir achten nun auch auf unsere eigenen Erfahrungen, gehen von diesen aus, wodurch die Arbeit entspannter und die Ausbildung flexibler wird. Wir sorgen für einen dynamischen Prozess und das gibt uns das Gefühl, auch wirklich gehört zu werden."
Der Aufbau stabiler Beziehungen und Familienbande - das ist das erklärte Ziel von SOS-Kinderdorf. Die größte Herausforderung liegt dabei bei der SOS-Kinderdorf-Mutter: Sie übernimmt die Aufgaben der biologischen Eltern und ist die Bezugsperson, auf die sich die ihr anvertrauten Kinder verlassen können. Gleichzeitig ist sie auch eine Fachfrau in der Kinderbetreuung. Ihr Wissen basiert auf einer pädagogischen Ausbildung und sie ist imstande, sich der Kindern und deren spezifischen Lebensgeschichten anzunehmen.