Das SOS-Sozialzentrum - ein Katalysator für Veränderung 

In einem Entwicklungsland wie Bangladesh ist das Leben als armer, ungebildeter Single sehr schwer. Dies ist auch bei Sakhina der Fall, einer Witwe mit fünf Kindern. Sie hat weder die Schule besucht, noch verfügt sie über eine Berufsausbildung. Trotzdem kann sie ihre eigenen Kinder in die Schule schicken...
Rabby - Foto: SOS-Archiv
Rabby
Nach seinem Gang durch die engen Gassen in den Slums von Chittagong betritt der Sozialarbeiter des SOS-Sozialzentrums einen kleinen, schmuddeligen und kaum beleuchteten Raum. Eine Frau bittet den Berater mit sanfter Stimme Platz zu nehmen und bietet ihm einen teilweise gebrochenen Stuhl an. Nach dem Gespräch ruft sie ihren Sohn.

Sakhina musste nach dem Tod ihres Ehemanns allein für die 5 Kinder sorgen. Ohne entsprechende Schul- und Berufsausbildung hatte sie keine andere Wahl, als in einem fremden Haushalt zu arbeiten. Mit ihrem geringen Einkommen konnte Sakhina kaum ihre Familie ernähren. Ein Sozialarbeiter brachte sie in das SOS-Sozialzentrum Chittagong. Dort wurde  sie in das Familienstärkungsprogramm aufgenommen und nun bekommt Sakhina finanzielle Unterstützung für die Schulausbildung ihrer Kinder.

"Meine Eltern waren arm, deshalb haben sie mich nicht zur Schule geschickt. Aber ich möchte, dass meine Kinder studieren, eine anständige Arbeit bekommen und nicht wie ich niedrige Tätigkeiten ausüben", sagt Sakhina. "Das SOS-Sozialzentrum ist wie der Botschafter Allahs, der den Armen und Bedürftigen hilft."

Rabby, ihr dritter Sohn arbeitet Teilzeit in einer Apotheke und unterstützt seine Mutter finanziell. Vormittags geht er zur Schule, abends zur Arbeit. Der Berater unterrichtet Rabby im Zeitmanagement, sodass die Schule nicht leidet. Der 15jährige ist ein guter Schüler, er hat sogar ein Stipendium beim Talentwettbewerb seiner Schule gewonnen.

Nur durch Ausbildung gelingt es, den Teufelskreis aus Analphabetismus und Armut zu durchbrechen. Sakhina hätte nie gedacht, dass sie ihre Kinder einmal in die Schule schicken könnte, aber durch die Unterstützung des SOS-Sozialzentrums Chittagong ist dies möglich geworden und heute träumen ihre Kinder sogar davon, Ärzte und Lehrer zu werden.
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