Mouna aus Uganda - Teil 1 

Foto: Benno Neeleman
Foto: Benno Neeleman

Mouna ist drei Jahre alt. Sie lebt in Uganda. Wie Millionen Waisenkinder war Mouna auf sich alleine gestellt. Kein Vater, keine Mutter, kein Haus, keine Zukunft. Schon als Baby lebte sie mit ihrer alkoholkranken Mutter auf der Straße. Mouna verwahrloste und schlief im Freien. Ihre Mutter konnte sich irgendwann nicht mehr um sie kümmern und verschwand.


Foto: Joris Lugtigheid
Foto: Joris Lugtigheid

Seit einem Jahr lebt Mouna im SOS-Kinderdorf in Gulu. Sie hat dort ein neues Zuhause gefunden. Und eine Mutter, Brüder, Schwestern. Sie wird geliebt und gehätschelt, sie kann unbeschwert spielen und besucht den Kindergarten. Mouna hat eine Zukunft.


Foto: Joris Lugtigheid
Foto: Joris Lugtigheid


Viele Kinder, die in ein SOS-Kinderdorf kommen, sind traumatisiert. Am Anfang sind sie oft in sich gekehrt und scheu. "Bei Mouna war es auch so", erzählt die Kindergärtnerin Noreen. "Es war schwierig, mit ihr in Kontakt zu treten. Sie hat nicht mit den anderen Kindern gespielt und hat sich in sich selbst zurückgezogen."


Foto: Joris Lugtigheid
Foto: Joris Lugtigheid

Mit der Zeit wurde sie aber immer offener. Inzwischen hat sie ihre innere Höhle verlassen und ist viel zugänglicher. Sie spielt mit den anderen Kindern und mit ihren Geschwistern. Wenn man mit ihr spricht, schaut sie einen an und plaudert und plaudert.


Foto: Joris Lugtigheid
Foto: Joris Lugtigheid

Trotz ihrer schweren Vergangenheit ist Mouna ein gesundes, aufgewecktes Kind, das Vertrauen hat in die Menschen um sie herum und sich völlig normal entwickelt.


Foto: Joris Lugtigheid
Foto: Joris Lugtigheid

Bei ihrer SOS-Mutter fühlt sich Mouna besonders gut aufgehoben. Später wird sie in die Schule gehen, damit sie eine unabhängige Frau wird - der Schlüssel für ein gutes Leben.

Mouna aus Uganda - Teil 2