600 Kinder aus SOS-Kinderdörfern in 26 Ländern wurden zu ihren Wünschen, Bedürfnissen und Ideen befragt. Ein immer wiederkehrender, konkreter Wunsch war der, ein Haustier zu haben.
Die meisten Kinder, die SOS-Kinderdorf betreut, haben eines gemeinsames: ein erschüttertes Vertrauen zu Menschen durch Missbrauch, Vernachlässigung, Gewalt, Trennung und wechselnde Bezugspersonen. Auf die zwischenmenschlichen Beziehungen haben diese Erfahrungen eine oftmals zerstörerische Wirkung. Angst, Wut und Gewalt sind häufig die Antwort.

Kandalaksha, Russland - Foto: SOS-Archiv
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"Ich werde nie mehr einem Menschen trauen." Gina, 9 Jahre
Tiere verhalten sich Menschen gegenüber "neutral". Sie werten nicht, sondern sie reagieren spiegelbildlich auf ihr Gegenüber. Tiere sind nicht berechnend, sie geben und nehmen ohne Bedingung. In der Beziehung zu Tieren können Kinder gefahrfrei Beziehungen üben, Vertrauen aufbauen, Trost finden, Verantwortung nehmen, die authentische Wirkung ihrer Handlungen und Gefühle erfahren. Im SOS-Kinderdorf Mersch in Luxemburg zum Beispiel wird ganz gezielt tiergestützte Pädagogik eingesetzt. Auf den Erfahrungen in Luxemburg fußt die folgende Bildergeschichte.

Managua, Nicaragua - Foto: Marianela Jaramillo
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"In deinen Augen mache ich doch alles falsch." Luca, 12 Jahre
In der Sorge um das Tier stehen die Stärken der Kinder im Vordergrund, nicht die Schwächen.

Bolluca, Türkei - Foto: SOS-Archiv
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"Dem Tier ist egal, wo ich herkomme." Viola, 13 Jahre
Tiere wenden sich dem Menschen zu ganz ohne gesellschaftliche Norm. Sie zeigen uneingeschränkte Zuneigung, wenn man sich ihnen gegenüber sorgsam verhält.

Tomilino, Russland - Foto: Fred Einkemmer
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"Gell, die Katze mag mich?" Gina, 9 Jahre
Worte spielen in der Beziehung zwischen Mensch und Tier kaum eine Rolle. Die Art der Kommunikation ist die Sprache der Emotion - die Sprache der Kinder.