Das Mongolische Reich bildete einst das größte zusammenhängende Imperium, das je existiert hat. Mitte des 13. Jahrhunderts kamen die gefürchteten "Goldenen Horden" sogar bis Mitteleuropa. Aber so machtvoll der Mythos des Dschingis Khan noch wirkt, so wenig wird die heutige Mongolei im Weltgeschehen wahrgenommen.

Foto: Christian Martinelli
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Dabei kann das Land mit wahren Extremen aufwarten. Es belegt flächenmäßig Rang 18 im Weltranking, zugleich ist es das am dünnsten besiedelte der Erde. 40 % der Bevölkerung von 2,8 Millionen Menschen konzentrieren sich in der Hauptstadt Ulaanbaatar, wo sich dem Auge ein Spektrum von tristen Plattenbauten und traditionellen Jurten bietet. Draußen am Land verliert sich der Blick in leeren, prächtigen Landschaften.

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Die maximalen Temperaturunterschiede zwischen Sommer und Winter können bei 100° C liegen, acht Monate lang muss geheizt werden - eine Belastung für die Umwelt und das Haushaltsgeld von Familien. Luft- und Wasserverschmutzung, Überweidung, Entwaldung und Abbau von Bodenvorkommen ohne ökologische Schutzmaßnahmen zählen zu den großen Problemen des Landes.

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Klimatische Extreme verschärfen diese Situation zusätzlich. Im Katastrophenwinter 2001 starben an die sechs Millionen Stück Vieh. Viehzüchter, die unter den harten Bedingungen am Land keine Zukunft sehen, ziehen mit ihren Familien in die Städte, wo sie sich zumeist mit Gelegenheitsjobs durchschlagen müssen.

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