In Mexiko leben rund 108 Millionen Menschen, 43,5 Prozent sind unter 18 Jahre alt. Die Armut zwingt viele Kinder in die Migration. Sie verlassen ihre Heimatorte, in denen es keine Zukunft gibt, und machen sich auf die Suche nach einem besseren Leben. Sie gehen mit oder ohne ihre Familie, ziehen von einem Dorf in ein anderes, gehen vom Land in die Stadt, von Stadt zu Stadt, … und in die Vereinigten Staaten.
Wenn Familien diesem Druck nicht standhalten, bleiben Kinder im schlechtesten Fall sich selbst überlassen - auf der Straße, in Heimen, in Slums. Seit Anfang der 1970er Jahre sorgt sich SOS-Kinderdorf in Mexiko um verlassene Kinder. Acht SOS-Kinderdörfer gibt es mittlerweile. Die Kinder, die dort leben, müssen nicht mehr weggehen, herumziehen, auswandern - sie sind zu Hause.

Foto: Christian Martinelli
|
"Am Anfang war es sehr schwierig für mich, weil ich meine SOS-Mutter nicht kannte. Aber ich hab bald verstanden, dass sie gut zu uns ist. Wenn ich krank bin, bringt sie mich zum Arzt. Und wenn ich Fieber habe, wickelt sie mich in Handtücher, bringt mich in mein Zimmer und lässt mich nichts tun, bevor es mir nicht besser geht." Carlos, SOS-Kinderdorf Comitán

Foto: Christian Martinelli
|
"Manchmal sagen die anderen in der Klasse schlimme Dinge zu mir, so was wie: Du bist ein Waisenkind. Aber meine Mutter sagt, dass ich das nicht ernst nehmen soll, dass es mir gut geht im Dorf, und dass ich glücklich bin, weil ich Brüder und Schwestern hab."
Gloria, SOS-Kinderdorf Comitán

Foto: Christian Martinelli
|
"Die Wiese und den Spielplatz find ich toll. Auch mein Zimmer mag ich sehr." Lupita, SOS-Kinderdorf Morelia

Foto: Christian Martinelli
|