Für die Kinder dieser Welt
Neue Biographie über Hermann Gmeiner von Claudio J. Honsal
2009 ist das 60. Jubiläumsjahr von SOS-Kinderdorf. In diesem Jahr wäre der 1986 verstorbene Gründer Hermann Gmeiner 90 Jahre alt geworden. Eine neue umfassende Biographie beleuchtet alle wichtigen Lebens- und Karrierestationen des Gründers.
Interviews und Selbstzeugnisse Hermann Gmeiners, aber auch Aussagen von Wegbegleitern und Gespräche mit Freunden, Zeitzeugen und Mitarbeitern analysieren das Leben und Wirken des großen Pädagogen und Humanisten.
Abseits des Erfolges, den er zeitlebens ausschließlich für die "gute Sache" nutzte, wird aber auch der Mensch Gmeiner realistisch, ohne Glorifizierung betrachtet. Seine privaten Enttäuschungen und Probleme. Seine Einsamkeit und die Angst vor der großen Verantwortung, an der er letztendlich gescheitert ist. Verwandte, Weggefährten, Freunde, aber auch Kritiker, Ärzte oder prominente Zeitgenossen beziehen zur Person, zu Begegnungen mit Gmeiner und zum seinem Werk Stellung.
Umfangreiches, zum Teil erstmals veröffentlichtes Material, ausführliche Interviews mit Gmeiner aus den verschiedensten Lebensphasen, Berichte und Erinnerungen von befreundeten Persönlichkeiten wie dem Dalai Lama, Nelson Mandela, Mutter Teresa oder den zahlreichen, prominenten SOS-Botschaftern von Franz Beckenbauer bis Anna Netrebko und Persönlichkeiten von Richard von Weiszäcker bis Queen Elisabeth II., Albert Schweitzer oder Fürstin Gracia Patricia.
In einem Anhang gibt das Buch auch einen umfangreichen Überblick über die Organisation SOS-Kinderdorf und die Zukunft 60 Jahre nach der Grundsteinlegung in Imst in Österreich.
Der Kösel-Verlag unterstützt die aktuelle SOS-Kinderdorf-Arbeit mit je einem Euro pro verkauftem Buch! Erhältlich im Buchhandel.
Yes, they can! Children researching their lives
Wenn Kinder forschen
Wir alle sind Experten für unsere Lebensumstände. Frauen ebenso wie Männer, Kinder oder Jugendliche. Wir alle können beurteilen, ob unsere Umgebung unseren Bedürfnissen gerecht wird. Aber wessen Meinung wird eingeholt? Wer entscheidet? Wessen Bedürfnisse sind ausschlaggebend? Die rund 100 Forscher/innen - Jugendliche wie Erwachsene - der Tagung "Researching Children", die vom 10. bis 12. Dezember 2007 an der SOS-Kinderdorf Hermann-Gmeiner-Akademie in Innsbruck/Österreich stattgefunden hat, waren sich einig: Kinder und Jugendliche müssen nicht nur gefragt, sondern auch gehört und in Entscheidungen einbezogen werden. Und sie sollen selbst entscheiden, wie sie Daten erheben. Denn: Jugendliche können das.
Beispiele, die das belegen, wurden auf der Tagung viele präsentiert und lassen sich in " Yes, they can! Children researching their lives" nachlesen, ebenso wie Diskussionsbeiträge zu Fragen wie: Welche Rahmenbedingungen sind notwendig, damit Forschung von Kindern und Jugendlichen gut funktioniert und nicht nur Alibi-Funktion hat? Welche Methoden können in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen eingesetzt werden und welche Untersuchungen gibt es darüber?
Theoretiker/innen wie Praktiker/innen haben sich sowohl auf der Tagung als auch in diesem Buch zusammengefunden. Sie glauben an das, was ein Teilnehmer der Tagung folgendermaßen ausdrückte: "Jeder besitzt die Würde, über unsere Gesellschaft zu sprechen und nachzudenken". Kinder und Jugendliche tun das. Und haben uns viel zu sagen.
Fiedler, Julia / Posch, Christian (2009): Yes, they can! Children researching their lives. Baltmansweiler, Schneider Verlag Hohengehren GmbH. € 19,80.- Nur auf Englisch erhältlich. Inhaltsverzeichnis siehe "Downloads".
Zu beziehen über researchingchildren@sos-kd.org oder www.paedagogik.de
Fremd und doch zu Hause.
Qualitätsentwicklung in der Fremdunterbringung
Liebevolle Zuwendung, zuverlässige Beziehungen, ein stabiles Zuhause – all das brauchen Kinder und Jugendliche, um gut erwachsen werden zu können. Kinder in Fremdunterbringung brauchen das auch. Vielleicht sogar ein bisschen mehr als andere.
In 14 Artikeln behandeln Fachleute Fragen wie: Was sind die Bedürfnisse von Kindern in Fremdunterbringung? Wie kann qualitätsvolle Betreuung sichergestellt werden? Die Autor(inn)en beleuchten die Rahmenbedingungen von Fremdunterbringung und beschreiben, wie Qualitätsstandards entwickelt und konkret umgesetzt werden können. Neben den Professionalisten kommen auch Jugendliche zu Wort: Sie erzählen von ihren Erfahrungen in Fremdunterbringungseinrichtungen.
Die Herausgeber Werner Hilweg und Christian Posch sind langjährige Mitarbeiter der Organisation SOS-Kinderdorf und Initiatoren des Projektes „Quality4Children“. Mit Quality4Children haben sie sich zum Ziel gesetzt, einheitliche Qualitätsstandards für die Betreuung fremd untergebrachter Kinder und Jugendlicher zu formulieren. Unter Einbeziehung von Betreuungspersonen, Angehörigen der Kinder und Jugendlichen und nicht zuletzt der Kinder und Jugendlichen selbst wurde ein verbindlicher Rahmen für alle in diesem Feld tätigen Organisationen und Einrichtungen abgebildet. Neben SOS-Kinderdorf sind in das Projekt weitere Organisationen wie FICE und IFCO involviert. 22 europäische Länder haben sich daran beteiligt. Auch ein Kongress fand zu diesem Thema statt, auf dem sich zahlreiche Fachleute getroffen und ausgetauscht haben. Einige von ihnen sind Autor(inn)en des vorliegenden Buches.
Hilweg, W. / Posch, C.: Fremd und doch zu Hause, Schneider Verlag Hohengehren, 2008, ISBN 978-3-8340-00368-3
236 Seiten, € 18.- + Versandkosten
Zu beziehen über E-Mail: academy@sos-kd.org oder im Buchhandel
Wenn Wissen zündet
Wissenskommunikation in der internationalen Non-Profit-Organisation SOS-Kinderdorf
Wie können wir den richtigen Leuten das richtige Wissen zur richtigen Zeit zur Verfügung stellen? Wie können wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Weitergabe und Umsetzung von Wissen unterstützen? Und wie können die damit verbundenen Herausforderungen bewältigt werden? Mit diesen Fragen hat sich SOS-Kinderdorf in den vergangenen Jahren intensiv auseinander gesetzt.
"Wenn Wissen zündet" beschreibt die Strategie von SOS-Kinderdorf in punkto Wissenskommunikation, nämlich bereits vorhandenes Wissen für weitere Einsatzbereiche auf der ganzen Welt nutzbar zu machen. SOS-Kinderdorf setzt auf personenbezogene Kommunikation, berücksichtigt die gewachsene Kultur des Lernens und des Erfahrungsaustausches und versucht die spezifischen Stärken der verschiedenen Kulturen zu nutzen. Die Herangehensweise an eine Thematik, die Profit- wie Nonprofit-Unternehmen gleichermaßen betrifft, wird in diesem Buch anhand von vier Praxisbeispielen beschrieben. Konkrete Umsetzungsstrategien sowie daraus resultierende Erkenntnisse und Erfahrungen sowie Ableitungen für den Profit-Bereich sind ebenfalls nachzulesen.
Lechner-Kreidl, C. / Hilweg, W. / Nguyen-Feichtner, M. / Reinhardt, R.: Wenn Wissen zündet: Wissenskommunikation in der internationalen Nonprofit-Organisation SOS-Kinderdorf. Haupt, 2006, ISBN: 3258069042
ca. 200 Seiten, EUR 24.90 (D) / EUR 25.60 (A) + Versandkosten
Zu beziehen über E-Mail: academy@sos-kd.org oder im Buchhandel
Frauenleben - SOS-Kinderdorf-Mütter aus aller Welt erzählen
Fünfzehn Frauen aus vier Kontinenten gewähren der Leserin und dem Leser Einblick in ihre Lebensgeschichte. Ihnen ist eines gemeinsam: Sie haben den Beruf der SOS-Kinderdorf-Mutter gewählt. Welchen persönlichen Hintergrund bringen diese Frauen mit? Welches sind ihre Motive für die Berufswahl? Wie gestalten sie ihren Alltag im SOS-Kinderdorf? Wie sehen ihre Ziele und Träume aus? In den vorliegenden Portraits geben die Frauen Antworten auf diese und weitere Fragen.
Anliegen des vorliegenden Buches ist es, den Leser/-innen diese Frauen näher zu bringen und damit zu einem authentischeren Bild vom Beruf und vom Leben einer SOS-Kinderdorf-Mutter beizutragen. Um die "Trockenstarre" des Papiers zu überwinden und ein ganzheitlicheres Bild zu gestalten, begleitete der Fotograf Fred Einkemmer das Projekt und dokumentierte in vielen Fotos den Alltag der Frauen. Als zusätzliche Datenquelle fungieren persönliche Tagebücher der Autorinnen über ihre Beobachtungen, Eindrücke und Emotionen, aus denen auszugsweise zitiert wird.
Die Portraits machen deutlich, dass die Motive der Frauen, sich für diesen Beruf zu entscheiden, so individuell sind wie ihre Lebensgeschichten. Jede der Frauen besticht in ihrer Einzigartigkeit - sei es die "traditionelle" SOS-Kinderdorf-Mutter, die sich vor allem über die Mutterrolle definiert, sei es die "moderne" SOS-Kinderdorf-Mutter, für die ein pädagogisch-professionelles Selbstverständnis und mütterliche Gefühle für die ihr anvertrauten Kinder keinen Widerspruch darstellen.
Ullmann., E. / Demuth, K. / Brandl, A.: Frauenleben - SOS-Kinderdorf-Mütter aus aller Welt erzählen, ISBN 3-9500984-2-9, Innsbruck, 2003
Bestellungen (Stückpreis: 29 Euro) richten Sie bitte an:
E-Mail: academy@sos-kd.org
Kindheit und Trauma - Trennung, Missbrauch, Krieg
1997 haben Werner Hilweg und Elisabeth Ullmann von der Hermann-Gmeiner-Akademie das Buch "Kindheit und Trauma - Trennung, Missbrauch, Krieg " herausgegeben. Experten aus acht Ländern haben sich zusammengefunden, um die Ursachen und Wirkungen eines Traumas herauszuarbeiten. Sie zeigen auf, wie ein heilender Einfluss und methodisch überlegter Umgang traumatisierten Kindern über ihre schreckliche Erfahrungen hinweghelfen können.
Hilweg, W., Ullmann E. (Hg.): "Kindheit und Trauma -Trennung, Missbrauch, Krieg" Göttingen, Vandenhoeck & Ruprecht 1998 (2. Aufl.), ISBN: 3-525-45798-7