Mit Stand 27. April liegen noch keine Berichte über Ansteckungen mit der Schweinegrippe aus den Programmen von SOS-Kinderdorf in Mexiko vor. In einem Fall im Kinderdorf Mexiko-Stadt konnte eine Ansteckung mit dem gefährlichen Virus schnell ausgeschlossen werden; mehrere Grippefälle im SOS-Kinderdorf Huehuetoca in der Woche des 11. April wurden binnen kurzer Zeit für harmlos erklärt und erfolgreich behandelt.
Als Vorsichtsmaßnahme wurden bis zu einer Verbesserung der Lage sämtliche größere Zusammenkünfte und Versammlungen im Rahmen der Programme von SOS-Kinderdorf Mexiko gestrichen. In Tehuacán wurden Veranstaltungen in Gemeindehäusern abgesagt, Essensrationen für eine Woche wurden an begünstigte Familien verteilt. Als vorläufiges Datum für die Wiederaufnahme des normalen Betriebs wurde der 7. Mai festgesetzt, bis dahin wird nur das Verwaltungspersonal die Arbeit fortsetzen.
In Comitán und Chiapas verabreichten Mitarbeiter des IMSS (Mexikanisches Institut für soziale Sicherheit) am Montag Mitarbeitern und Familien der SOS-Sozialzentren und SOS-Kinderdörfer Impfungen gegen das Virus.
Um die Kinderklinik in der Nähe SOS-Kinderdorfs Tuxtla zu entlasten, die von Kindern mit Behinderungen aus dem Dorf genutzt wird, wurden medizinische Beratungstermine, die nichts mit dem A/H1N1-Virus zu tun haben, abgesagt.
Da die Mundschutzbestände aufgrund der stark gestiegenen Nachfrage im ganzen Land der Neige zugehen, haben die Dorfleiter der SOS-Kinderdörfer Mexikos bei den zuständigen Behörden und internationalen Organisationen um Nachschub angesucht, um diese in den Kinderdörfern und, wo möglich, auch an andere Organisationen verteilen zu können.