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| Ministerin Jayasena und andere Gäste wurden von den Kindern selbst ins Dorf geführt - Foto: SOS-Archiv |
Die Eröffnung des temporären Betreuungszentrums in einem riesigen Flüchtlingslager in Chettikulam durch Sumedha G. Jayasena, Sri Lankas, Ministerin für Kindesentwicklung und Frauenbelange, fand in Gegenwart zahlreicher Ehrengäste statt. Unter all den Eindrücken aus dem Zentrum erinnert sich Divakar Ratnadurai von SOS-Kinderdorf Sri Lanka besonders gern an einen Pulk von Kindern, die vollkommen verzückt zusahen, wie der erste Spielplatz im Lager errichtet wurde.
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| Die Kinder bekommen hier die Fürsorge, die vielen von ihnen schon seit Langem fehlt - Foto: SOS-Archiv |
Das wichtigste Anliegen ist, ein Umfeld zu bieten, in dem sich die Kinder sicher fühlen und ohne Angst aufwachsen können. Die 71 Jungen und 90 Mädchen werden umfassend betreut. Sie bekommen ausgewogene Ernährung und psychologische Betreuung, um die traumatischen Erfahrungen zu verarbeiten, die viele von ihnen durchlebt haben. Außerdem werden staatliche Ärzteteams die Einrichtung besuchen und den Kindern beibringen, wie sie auf ihre Gesundheit achten können.
Aber das ist noch lange nicht alles: "Wir unternehmen alles was in unserer Macht steht, um die Kinder mit ihren Familien wieder zu vereinigen. Das Jugendamt ist unser Partner in dieser schwierigen Aufgabe", erzählt Divakar Ratnadurai. Sollte es innerhalb eines gewissen Zeitrahmens nicht gelingen, die Familiensituation zu klären und sollte die Familie eines Kindes (noch) nicht wieder zusammengeführt werden können, werden die Kinder vorübergehend im SOS-Kinderdorf Nuwara Eliya untergebracht. Nuwara Eliya liegt in einer von Tamilen besiedelten Region, wodurch die sprachliche und kulturelle Integration erleichtert wird. Im Bedarfsfall könnte ein zusätzliches Gebäude angemietet werden, um Waisen und Kindern, die ohne den Schutz ihrer Familie leben, ein Zuhause geben zu können.
Auf Grund der starken Regenfälle, die das Leben in den angrenzenden Flüchtlingslagern sehr erschwert hatten, hatten viele Flüchtlinge in der noch nicht eröffneten SOS-Kinderdorf-Einrichtung Zuflucht gesucht, als ihre Lager unter Wasser standen. Als die Kinder kamen, kehrten aber alle in ihre eigenen Lager zurück.
Immer noch leben beinahe 300.000 Menschen in staatlichen Flüchtlingslagern, den sogenannten "welfare villages". Sie alle wurden durch die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und LTTE-Rebellen aus ihrem Zuhause vertrieben.