
Zerstörtes Haus in Motozintla/Mexiko - Foto: R. R. Martínez
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Die Nothilfsmaßnahmen in Mexiko konzentrieren sich darauf, die Menschen aus Motozintla zu unterstützen. Dieses Dorf liegt in einem der am schlimmsten betroffenen Gebiete Mexikos, das teilweise noch immer von der Umwelt abgeschnitten ist. Der größte Fluss der Region führt 50 Mal mehr Wasser als normalerweise. Überschwemmungen und Erdrutsche im nahe gelegenen Hügelland haben ganze Gemeinden und 40% des Hauptdorfes zerstört.
In enger Zusammenarbeit mit dem Institut für menschliche Entwicklung (IDH; eine Regierungsstelle) hat SOS-Kinderdorf Mexiko Decken und Kochutensilien gekauft und gemeinsam mit 200 kg Grundnahrungsmitteln, Kleidung für Kinder und Frauen, Windeln und Reinigungsmitteln per Lkw nach Motozintla geschickt.
Weil mehrere Notunterkünfte, die IDH gemeinsam mit der mexikanischen Armee errichtet hatte, demnächst abgebaut werden, hat SOS-Kinderdorf angeboten, bei Bedarf im 250 km von Motozintla entfernten SOS-Kinderdorf Comitan Notunterkünfte zur Verfügung zu stellen.
In Guatemala ist SOS-Kinderdorf hauptsächlich in der Region Retalhuleu tätig, wo 127 Gemeinden vom Wirbelsturm betroffen wurden und neun Brücken und 74 Schulen völlig zerstört wurden. Anhaltende starke Regenfälle haben den Samalá-Fluss wieder zu einer Bedrohung für die Stadt Retalhuleu und ihre Nachbarorte werden lassen.
20.000 Menschen, die vorübergehend unter Mithilfe von SOS-Kinderdorf (Versorgung mit Trinkwasser, Nahrungsmitteln und Decken) in der Stadt Retalhuleu untergebracht worden waren, sind in ihre Heimatorte zurückgekehrt. Viele von ihnen haben ihre Häuser zerstört oder stark beschädigt und ihre Mais- und Sesamfelder weggeschwemmt vorgefunden.

Kinder erhalten in der provisorischen Schule in Santa Ana/El Salvador einen Imbiss - Foto: SOS-Archiv
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In ständiger Zusammenarbeit mit CONRED (dem nationalen Koordinationsbüro für Katastrophenhilfe) werden in den am stärksten betroffenen Gemeinden Nahrungsmittel und Medikamente verteilt. 21 Familien (32 Erwachsene, 72 Kinder und 38 Jugendliche), die überhaupt keine Chance auf ein Dach über dem Kopf haben, werden von SOS-Kinderdorf Baumaterial erhalten, um einfache Häuser zu errichten.
Kinder, Jugendliche und Mitarbeiter(innen) aus SOS-Kinderdörfern haben ein Team gebildet, das Kleidung, Medikamente und Nahrungsmittel sammelt. Ein mit Lautsprechern ausgerüstetes SOS-Kinderdorf-Fahrzeug drehte einige Runden durch die Stadt und das Umland. Alle Spenden wurden in der Sammelstelle von CONRED abgeliefert. Die Resonanz in der Bevölkerung und in Massenmedien sowie die Reaktionen von anderen Organisationen waren überaus positiv.
In El Salvador ist die Lage in der Region um Santa Ana wegen des Wirbelsturms, anhaltender starker Regenfälle und der Angst vor einem weiteren Ausbruch des Vulkans Ilamatepec besonders kritisch. Verschiedene Organisationen haben Notunterkünfte und Hilfseinrichtungen errichtet. Es mangelte aber an Einrichtungen, in denen die Kinder ihre Schulausbildung fortsetzen können - hier hilft SOS-Kinderdorf aus.
In der Mehrzweckhalle des SOS-Kinderdorfes Santa Ana wird eine provisorische Schule eingerichtet. 260 Kinder im Alter von fünf bis 13 Jahren werden dort bis Ende November in zwei Schichten (Vormittag und Nachmittag) unterrichtet werden. Nach der Adaptierung der normalerweise vom SOS-Kindergarten benützten Räume konnte der Unterricht beginnen. Die bestellten Lehrmittel und Schulutensilien sollen in den nächsten Tagen eintreffen.
Alle Schüler(innen) erhalten täglich einen Imbiss. Für die Zubereitung und Verteilung der Imbissrationen sorgen die SOS-Kinderdorf-Mütter, unterstützt von Jugendlichen aus dem Dorf.

Schüler(innen) der provisorischen Schule in Santa Ana beim Unterricht - Foto: SOS-Archiv
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Außerdem bieten die Psychologen des SOS-Kinderdorfes den Menschen aus der Nachbarschaft Unterstützung bei der Bewältigung traumatischer Erlebnisse an. Bis jetzt haben mehr als 20 Familien dieses Angebot genützt.
Mitarbeiter(innen) des SOS-Kinderdorfes Sonsonate haben 63 besonders hart getroffene Familien aus der Umgebung identifiziert. Sobald die Entscheidung über die besten Möglichkeiten ihrer Unterstützung gefallen ist, wird SOS-Kinderdorf in Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden entsprechende Hilfsmaßnahmen einleiten.
In Santa Tecla wurden die meisten Notunterkünfte schon wieder abgebaut, weil die Menschen in ihre eigenen Häuser zurückkehren konnten. Familien, deren Häuser völlig zerstört wurden, sind in einer einzigen verbliebenen Notunterkunft untergebracht. Gemeinsam mit den lokalen Behörden prüft SOS-Kinderdorf derzeit, wie man diese Familien am besten beim Bau neuer Häuser unterstützen kann.